Erstellt am 19. Januar 2016, 04:58

von Dominik Schneidhofer und Malcolm Zottl

Vereine zur Kasse gebeten. Seit heuer gilt auch für Fußballvereine die Registrierkassenpflicht. Für die Vereine im Bezirk gibt es allerdings noch offene Fragen zu klären, bevor die Verordnung umgesetzt wird.

 |  NOEN, APA

Registrierkassenpflicht. Schon Mitte Jänner wohl ein heißer Kandidat für das „(Un)Wort des Jahres“. Seit dem Jahreswechsel steht sie ins Haus – damit müssen sich auch die Sportvereine im Bezirk auseinandersetzen. Für die Vereine bedeutet es eine Umstellung und in manchen Teilen eine Umstrukturierung. So denkt der SC Sollenau zum Beispiel über eine Übersiedelung der 1b-Mannschaft nach. „Dann spielt eben nur noch die Regionalliga in Sollenau. Außerdem würden wir die Kantine dann nur noch kurz vor Anpfiff aufsperren und kurz nach Abpfiff wieder zumachen“, meint Obmann Christian Gruber.

Beim Nummer eins Verein im Bezirk, dem SC Wiener Neustadt, rauchten im Vorfeld ebenfalls die Köpfe. „Natürlich denken wir darüber nach und prüfen genau, wie uns die Registrierkassenpflicht betrifft“, meint Clubmanager Alexander Gruber. Und SCWN-„Finanzminister“ Ralph Spritzendorfer erläutert: „Bei den Kantinen betrifft es den Verein nicht direkt, da wir die Kantinen-Betriebe verpachtet haben.“ Ganz anders naturgemäß der Fall im „Unterhaus“.

"Hoffe, dass diese Entscheidung von
der Politik zurückgenommen wird.“
Wiesmaths Gerhard Fuchs

Franz Takats, Obmann-Stellvertreter vom USC Kirchschlag, gibt Einblick: „Die Kantine ist eine sehr wichtige Einnahmequelle. Zum Rückrundenstart im Frühjahr werden wir mit einer Registrierkasse ausgerüstet sein.“ Allerdings müssen die Kirchschlager Zugeständnisse machen. „Die zweite Kantine, die wir bei der Kassa haben, müssen wir voraussichtlich schließen.“

Auch bei Nachbarverein Krumbach geht‘s nicht ohne. „Wir werden sowieso nicht um die Registrierkassenpflicht herumkommen, aber es ist eine schwierige Umstellung. Wir werden uns umsehen, was wir genau brauchen“, erklärt Obmann Sigi Wedl. Einen kleinen Hoffnungsschimmer hat Wiesmath-Obmann Gerhard Fuchs: „Ich persönlich hoffe immer noch, dass diese Entscheidung von der Politik zurückgenommen wird.“

Und in der Steinfeld-Klasse hält sich die Begeisterung auch in Grenzen. Felixdorf-Vorstand Christian Secco: „Es wird für uns Vereine einfach immer schwerer. Zuerst das Rauchverbot, dann die Allergene und jetzt auch noch das mit der Registrierkasse.“ Der SC Felixdorf hat bereits eine Registrierkasse, jedoch meint Secco: „Laut aktuellem Stand müssten wir uns eine neue kaufen…“

Theresienfeld-Obmann Franz Forafellner ist ebenfalls „not amused“: „Persönlich empfinde ich es als Schweinerei, eine Farce der Regierung. Aber wir arbeiten dran, werden eine Registrierkasse einführen.“