Erstellt am 11. April 2017, 15:06

von Malcolm Zottl

Chaos pur im Kampf um Aufstieg. Union unterliegt Steyr. Die Relegation ist sportlich verpasst. Doch wegen Tiroler Sponsorenstreit ist nichts gewiss.

Für Union-Mastermind Franz Kaiser heißt es derzeit warten. Eine Relegation auszutragen, wäre nicht in seinem Sinn.  |  Malcolm Zottl

Das Sportliche vorweg: Wiener Neustadt verlor am letzten Spieltag des Meister-Play-offs in der 2. Bundesliga gegen Steyr mit 1:3. „Sie haben uns stark unter Druck gesetzt. Ihrem Diagonalangreifer ist alles aufgegangen“, waren für Wiener Neustadt-Trainer Franz Kaiser die Oberösterreicher in der entscheidenden Phase stärker. Weil Tirol II zeitgleich ebenfalls gewann, rutschte die Union in der Tabelle auf Rang drei ab und hat damit eigentlich die Relegation verpasst und nun wird‘s kompliziert.

„Da ist aber keine Antwort mehr gekommen“,
Franz Kaiser wartete nach dem Hick-Hack um den Aufstieg vergebens auf eine Rückmeldung des Verbands.

Zu Wochenbeginn flatterte ein Schreiben des ÖVV in den Wiener Neustädter Briefkasten. Österreichs Serienmeister Hypo Tirol nennt nicht für die AVL-Saison 2017/18 (siehe Infobox). Damit sei der Meister der 2. Bundesliga zum Aufstieg ohne Relegation berechtigt. Wegen der Infrastruktur sei ein Bundesligaaufsteig für Wiener Neustadt nicht machbar (NÖN berichtete). Ein Aufstiegsverzicht würde aber mit einer Zwangsversetzung in die Landesliga bestraft. Kaiser: „Wir haben dann dem Verband geschrieben, ob wir in diesem Fall bestraft werden, wenn wir Meister werden und nicht aufsteigen. Da ist aber keine Antwort mehr gekommen“, fanden sich die Wiener Neustädter vor dem Match gegen Steyr in einer Zwickmühle.

Spekulationen über Relegationsplatz

In der Relegation wären eigentlich Weiz und Ried aus der Bundesligahoffnungsrunde, so wie die zwei Ersten der 2. Bundesliga-Meisterrunde gestanden. Nach dem Rückzug der Tiroler gibt es nun zwei Szenarien für die Aufstiegsspiele. Tirol II spielt die Relegation gegen Ried und beide steigen auf.

Tirol II steigt direkt auf und Wiener Neustadt bestreitet als Dritter die Relegation gegen den Sieger der Hoffnungsrunde Weiz.

Kaiser bevorzugt die erste Lösung: „Wir haben uns sportlich nicht qualifiziert. Weiz ist sehr gut, dort fahren wir hin und verlieren Vollgas 0:3. Aber bevor wir eine Strafe zahlen, werden wir spielen“. Wie die Relegation gespielt wird, stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest.