Erstellt am 19. September 2017, 02:39

von Fritz Hauke

Der König ist noch nicht amtsmüde. Piestinger Wolfgang Wallner rennt mit 52 Jahren Konkurrenz davon. Fischauerin Julia Mayer top bei Viertel-Marathon.

Siegerlächeln. Julia Mayer war über die Viertel-Distanz nicht zu schlagen.Granadia  |  Martin Granadia

Die Wachau ist und bleibt das Hoheitsgebiet von Wolfgang Wallner. Mit einem Respektabstand lief er der favorisierten Konkurrenz davon, holte sich in beeindruckender Manier den Sieg über die Marathon-Distanz. „Ab Kilometer drei war ich völlig alleine. Ich habe da versucht die 3:20 Minuten am Kilometer anzulaufen, das hat sich anscheinend niemand getraut“, schildert Wallner die frühe Entscheidung.

Wolfgang Wallner zog von Beginn weg das Tempo an, feierte einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg.  |  Raimund Bauer

„Ich wusste nicht, dass ich so viel Vorsprung habe – vielleicht gut so, sonst wäre ich vom Tempo herunter gegangen“, analysiert Wallner. Mit 2:32,23 Stunden kam der Routinier seiner persönlichen Bestzeit auf 33 Sekunden nahe. „Im Dezember werde ich 53“, schmunzelt Wallner. Eigentlich hatte er seine Laufschuhe schon an den Nagel gehängt. Nach über 20 Jahren auf der Straße war es im Vorjahr genug – verletzungsbedingt. „Doch im Winter habe ich mich dann noch einmal aufgerafft, allerdings ohne speziell auf die Marathon-Distanz zu trainieren“, verrät der Piestinger.

"Ich sehe den Wettkampf als Vorbereitung für mein nächstes Ziel"

Für die erste Erfolgsmeldung des Tages sorgte aber eine junge Dame aus Bad Fischau-Brunn: Julia Mayer, die vor wenigen Wochen bei den Staatsmeisterschaften über 5.000 Meter mit Gold aufhorchen ließ, war auch in der Wachau ganz oben auf dem Podest anzutreffen. Über die Viertel-Marathon-Distanz gab es keine, die so schnell war wie Mayer. „38:30 Minuten nahm ich mir vor, das konnte ich leider nicht einhalten, weil ich blöderweise bei Kilometer neun Probleme mit der Atmung bekommen habe“, schildert Mayer.

Laufende Familie: Michael Peel und seine Töchter Lisa und Kerstin bewältigten die Halb-Distanz.  |  privat

„Ich hatte aber genügend Vorsprung auf die anderen Frauen, somit stand dem Sieg nichts im Wege, worüber ich auch sehr glücklich bin“, jubelt Mayer, die schon die nächste Herausforderung vor Augen hat: „Mit der Zeit bin ich nicht ganz zufrieden, aber ich sehe den Wettkampf als Vorbereitung für mein nächstes Ziel, die EM-Cross-Qualifikation im November.“