Erstellt am 30. März 2016, 05:34

Wraber in Havana erst im Endspiel gestoppt. Luka Wraber stürmte beim Giraldilla International in Kuba bis ins Finale – ein wichtiges Ergebnis in der Olympia-Qualifikation.

Luka Wraber (r.) und seine ÖBV-Teamkollegen David Obernosterer und Elisabeth Baldauf sorgten beim Turnier in Havana für Furore.  |  NOEN, Foto: ÖBV

Nicht nur die Rolling Stones spielten diese Woche in Havana groß auf, auch die internationale Badminton-Elite duellierte sich in der kubanischen Hauptstadt – wieder mit dabei der Neustädter Luka Wraber.

Nach einem kampflosen Sieg über den Mexikaner Luis Ramon Garrido in Runde eins siegte der Weltranglisten-76. in einem Drei-Satz-Krimi gegen Job Castillo. „Gut Ding braucht Weile beschreibt das heutige Match wohl am besten. Ohne die nötige Geduld und einen eisernen Willen wäre es daher nichts geworden, da Job sehr clever gespielt hat“, war Wraber erleichtert.

Im Semifinale traf der 25-Jährige auf den US-Amerikaner Howard Shu, die Nummer zwei des Turniers. Nach hartem Kampf zwang Wraber auch Shu in die Knie. „Ich habe ihn in drei Sätzen geschlagen und mich für die Niederlage im Herbst revanchiert“, jubelt der Wiener Neustädter.

Entscheidung trifft Nationales Olympisches Komitee 

Im Finale ging es für Wraber gegen den kubanischen Lokalmatadoren Osleni Guerrero (Nummer 59 der Welt). Die Nummer 1 des Turniers erwies sich als zu stark – 16:21 und 17:21 lautete das Ergebnis aus der Sicht des 25-jährigen Wiener Neustädters. „Drei solide Satzhälften und eine richtig gute waren heute nicht genug, um den starken Kubaner Guerrero zu knacken.

Aber mein erster Finaleinzug seit Oktober ist ein wichtiger Schritt und gibt mir enorme Motivation“, zeigte sich Wraber dennoch zufrieden. Der Finaleinzug war auch in Hinsicht Olympia ein wichtiger Schritt. Österreich hat einen Startplatz fast sicher – entscheiden wird die Weltrangliste am 5. Mai. Derzeit liegt der Vorarlberger David Obernosterer als 71. in der Weltrangliste noch vor Wraber. Der 25-Jährige hat wiederum den Staatsmeistertitel geholt. Die Entscheidung, wer zu Olympia fahren darf, muss am Ende das Nationale Olympische Komitee treffen.