Erstellt am 06. Oktober 2015, 09:00

von Malcolm Zottl

Wraber verpasst Sieg. Wiener Neustadts Badminton-Ass Luka Wraber erreichte bei den Nigeria International sein zweites Endspiel in zwei Wochen.

 |  NOEN, Raphael Sachetat/Badmintonphoto

Nach der knappen Finalniederlage bei den Ethiopia International gegen den Weltranglisten-41. Misha Zilbermann letzte Woche erreichte Österreichs Nummer eins Lukas Wraber auch diese Woche das Finale beim Nigeria International in Abuja.

Beim Turnier in Nigerias Hauptstadt war der Weltranglisten-53. topgesetzt. Der Olympiakandidat wurde seiner Favoritenrolle gerecht und erreichte das Finale, wo er auf den Weltranglisten-73. Howord Shu aus den USA traf. Die beiden lieferten sich bis in den dritten und entscheidenden Satz einen erbitterten Fight.

Den ersten Satz konnte Wraber mit 21:17 für sich entscheiden, ehe der Amerikaner mit einem 21:16 ausglich. In Satz drei behielt Shu mit 21:13 die Überhand.

„Wenn mir jemand vor den zwei Turnieren die beiden Finaleinzüge angeboten hätte, hätte ich sie, ohne mit den Augen zu zwinkern, genommen.“ Ganz zufrieden zeigte sich der 25-jährige Wiener Neustädter trotzdem nicht: „Ich hatte in beiden Endspielen eine sehr realistische Chance auf den Sieg, und mein Naturell verbietet es mir daher, hundertprozentig zufrieden zu sein“, hadert Wraber mit den beiden Niederlagen.

Des Weiteren erklärt der Wiener Neustädter: „Solche Ereignisse sind dann aber auch wieder meine Motivation, um beim Training alles aus mir herauszuholen und aus den Niederlagen zu lernen. So kann ich mich weiterentwickeln.“ Die Richtung stimmt jedenfalls, gibt doch das Ergebnis in Nigeria wieder wichtige Punkte für die Olympiaqualifikation.

Für den ÖBV-Kaderspieler stehen nach diesen intensiven Wochen zwei Tage Erholung, anschließend eine Trainingswoche und die Chile International Challenge auf dem Programm.