Erstellt am 16. Februar 2016, 05:29

von Fritz Hauke

Zentimeter fehlten zur großen Sensation. ZV McDonald’s Wiener Neustadt brachte den Liga-Giganten Hypo I an den Rande einer Niederlage – 22:23 der knappe Endstand.

Vicky Kaiser war mit den Schiri-Entscheidungen nicht immer zufrieden.  |  NOEN, Hauke

„Was für ein Spiel“, atmete Obmann Stefan Koloszar tief durch. Nichts für schwache Nerven: Die Wiener Neustädter Handballerinnen lieferten einen Krimi, den Alfred Hitchcock nicht besser hätte schreiben können. Am Ende sollten Zentimeter über Sieg und Niederlage entscheiden…

Doch der Reihe nach: Die Wiener Neustädterinnen fanden besser ins Spiel, standen von der ersten Sekunde weg unter Strom. Gepusht von einem frenetischen Publikum, das für einen perfekten Heimvorteil sorgte. Hypo versuchte, das Spiel über ihren heimgekehrten Star, Gori Acimovic, zu lenken – doch bei ihr lief nicht viel zusammen. 13:10-Pausenführung für Neustadt. Doch Hypo antwortete in Durchgang zwei, glich aus, ging in Führung.

Neustadt blieb dran – und hatte in den Schlussminuten bei zwei Lattentreffern denkbar viel Pech. Als die Schlusssirene ertönte, zeigte die Tafel 22:22 an – allerdings hatten die Schiedsrichter beim letzten Hypo-Angriff ein Neustadt-Foul gesehen, ließen nach der abgelaufenen Zeit noch einen Sieben-Meter ausführen.

Und Acimovic entschied die Partie zugunsten des Serienmeisters aus der Südstadt. Trainer Erwin Rasch: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Dass wir am Ende nun doch ohne einen Punktegewinn dastehen, ist traurig. Zumindest ein Unentschieden wäre verdienter Lohn für die großartige Leistung der Mannschaft gewesen.“