Erstellt am 19. April 2016, 02:54

von Ingrid Vogl

Die größere Routine setzte sich durch. Die Union Waldviertel sicherte sich verdient Rang drei. Der VCA musste sich auch im Heimspiel mit 1:3 geschlagen geben.

Starke Vorstellung. Ingmar Zipper (am Ball) war in den Sätzen drei und vier gemeinsam mit Bartlomiej Gajdek der beste Amstettner. Für beide war es das letzte Spiel im VCA-Dress. Foto: Vogl  |  NOEN, Ingrid Vogl

AMSTETTEN - WALDVIERTEL 1:3. Dreimal spielten die Amstettner in dieser Saison gegen das Team der Union Waldviertel. Dreimal hieß der Sieger nicht Amstetten. Dass sich daran auch im vierten Spiel nichts änderte, war keine große Überraschung.

„Die Waldviertler wollten den dritten Platz mehr als wir. Ich hätte mir mehr Power erwartet und nicht, dass wir so brav und bieder spielen“, war VCA-Sportdirektor Micha Henschke unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft.

Die Gäste, die von einer lautstarken Fanabordnung aus der Heimat unterstützt wurden, erwischten den besseren Start in die Partie und sicherten sich den ersten Satz. Im zweiten Satz gingen die Amstettner mit einer Führung in die zweite technische Auszeit, über den Satzgewinn jubelte aber wieder Waldviertel.

Ex-Waldviertler Gajdek brachte frischen Wind

Erst die Einwechslung von Bartlomiej Gajdek brachte frischen Wind ins Amstettner Spiel. Gemeinsam mit Ingmar Zipper sorgte der Ex-Waldviertler für den Umschwung. Der VCA entschied Satz Nummer drei für sich.

Für Micha Henschke schickte Trainer Martin Kop den lange verletzten Polen zu spät aufs Feld. „Ich hätte Gajdek mehr spielen lassen. Er kommt aus dem Waldviertel und wollte alles zerreißen. Er hat mit Herz gespielt“, lobte Henschke die gute Vorstellung des Legionärs.

Um die Partie noch zu drehen, reichten aber die guten Leistungen von Zipper und Gajdek nicht aus. Waldviertel fixierte mit dem Gewinn des vierten Satzes auch Platz drei in der AVL. „Waldviertel ist verdient Dritter. Sie haben uns viermal geschlagen. Sie sind cleverer als wir, die Routine hat gesiegt“, betonte Henschke.

Auf die Saison blickt der Sportdirektor der Amstettner mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. Mit dem Cupsieg und dem Einzug ins AVL-Semifinale hat man die erklärten Ziele erreicht. „Mit der sportlichen Entwicklung einiger Spieler und vor allem mit der Art, wie wir Volleyball gespielt haben, bin ich aber nicht zufrieden. Im Endeffekt zählt aber das, was unter dem Strich rauskommt. Und das ist mit dem Cupsieg und Rang vier ja nicht schlecht“, muss Henschke zugeben.