Erstellt am 23. Februar 2016, 03:34

von Ingrid Vogl

Die magische Zahl 13 für Dürauer und Bruckner. Bei der Weltmeisterschaft in Zeltweg belegte Norbert Dürauer in der Elite Platz 13, Christian Bruckner sicherte sich Rang 13 bei den Agegroupern und Silber in der M35.

Schlammschlacht. Der Waidhofner Norbert Dürauer belegte bei der Wintertriathlon-WM in Zeltweg Rang 13 in der Elite-Kategorie. Foto: privat  |  NOEN, privat
Nach zwei Teilnahmen im Radsport kämpfte der Waidhofner Norbert Dürauer vergangenen Samstag bei den ITU Wintertriathlon Weltmeisterschaften zum dritten Mal in seiner sportlichen Laufbahn um die begehrten Regenbogentrikots. Zum ersten Mal in der Elite-Kategorie der Profis.

Rund 200 Athleten aus 16 Nationen hatten den Weg nach Zeltweg gefunden. Zu absolvieren waren für die Elite-Athleten 7,2 Kilometer Crosslauf, 12 Kilometer am Moutainbike und 9,6 Kilometer Langlauf. Die warmen Temperaturen sorgten für sehr tiefe und schwierige Bodenverhältnisse.

Von Beginn an gaben die russischen und norwegischen Athleten ein immenses Tempo vor und sprengten das Feld in viele kleine Gruppen. Mit rund eineinhalb Minuten Rückstand auf die Spitze absolvierte Norbert Dürauer die erste Disziplin und wechselte als 19. aufs Bike.

„Die ersten Sechs waren unerreichbar, ein
Top Ten-Platz aber auf jeden Fall möglich.“
Norbert Dürauer war mit seinem 13. Platz
bei der WM in Zeltweg nicht
hundertprozentig zufrieden

Runde für Runde machte der Zeller in seiner Paradedisziplin Positionen gut und kam mit der sechstbesten Rad-Zeit auf Rang acht und als bester Österreicher in die zweite Wechselzone.

Beim abschließenden Skating-Langlauf konnte Dürauer sein hohes Tempo aber nicht mehr halten. Der Mann mit dem Hammer hatte kräftig zugeschlagen. Gezeichnet von knapp eineinhalb Stunden Vollgas überquerte er schließlich als 13. die Ziellinie.

„Die ersten Sechs waren unerreichbar, ein Top Ten-Platz aber auf jeden Fall möglich. Körperlich habe ich alles gegeben, das war auch okay und ich gehe lieber hops als dass ich ohne Risiko laufe. Wegen meiner mangelhaften technischen Vorbereitung im Langlauf muss ich mich aber schon auch selbst bei der Nase nehmen“, gab sich Dürauer nach dem Rennen selbstkritisch. Gold und Silber gingen an Sportler aus Russland, die Bronzemedaille ging nach Italien.

Der Bezirk Amstetten war in Zeltweg aber nicht nur in der Elite vertreten, sondern auch bei den Agegroupern – und zwar durch den Wallseer Christian Bruckner. Neun Kilometer am Rad, 4,8 Kilometer Lauf und 6,4 Kilometer Langlauf waren in dieser Kategorie zurückzulegen. Obwohl sich Bruckner kurzfristig für einen Start entschieden hatte und sich für seine Wintertriathlon-Premiere gleich die WM ausgesucht hatte, lief es für ihn trotz der schwierigen Bedingungen ganz ausgezeichnet.

„Bis auf die perfekte Skatingloipe war es ein richtiges Dirtrace. Trotzdem habe ich ordentlich aufs Tempo gedrückt“, erklärte Bruckner. Dafür wurde er mit dem 13. Gesamtrang bei den Agegroupern und dem Vizeweltmeistertitel in der M35 belohnt.

Ein perfekter Start in die Saison, in der Bruckner heuer noch einiges vorhat. Am 10. April möchte er sich beim Ironman Südafrika für die WM auf Hawaii qualifizieren, die am 8. Oktober über die Bühne geht. Bei der Challenge Roth am 17. Juli hat Bruckner nur ein Ziel: den Feuerwehr-Weltmeister mit einer Zeit deutlich unter neun Stunden. Zudem ist am 4. September der Start bei der Mitteldistanz-Europameisterschaft in Walchsee geplant.