Erstellt am 01. März 2016, 00:14

von Ingrid Vogl

Ein Déja-vu in der Ennser Sporthalle. Wie schon zu Saisonbeginn konnte der VCA in Enns eine 2:0-Satzführung nicht nutzen und unterlag im fünften Satz.

Der Mann des Tages. Gegen Tabellenführer Tirol war Thomas Tröthann (am Ball) mit 18 Punkten Topscorer der Partie.  |  NOEN, Ingrid Vogl

ENNS - AMSTETTEN 3:2.

Als Cupsieger, der im Semifinale Enns ausgeschaltet hatte, kamen die Amstettner am vergangenen Donnerstag mit viel Selbstvertrauen nach Oberösterreich. Dass die Ennser AVL-Mannschaft aber ein ganz anderes Kaliber ist als das Cupteam, war klar. „Das ist eine zu 50 Prozent andere Mannschaft“, warnte Trainer Martin Kop vor allem vor den drei starken Amerikanern.

Diese blieben im ersten Satz jedoch noch völlig harmlos. Dafür spielten die Amstettner groß auf und entschieden den Satz nach 21 Minuten mit 25:11 für sich. „Ich freue mich, wie locker und konzentriert die Mannschaft auftritt, aber wir haben beim ersten Spiel hier mit 2:0 geführt und 2:3 verloren“, gab VCA-Sportdirektor Micha Henschke nach dem ersten Satz zu bedenken. Dass sein Team auch diesmal dieses Schicksal ereilen sollte, ahnte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Erinnerungen an die Hinrunde wurden wach

Enns kam immer besser ins Spiel, dennoch sicherte sich der VCA den zweiten Satz. Danach dominierten aber die spielfreudigeren Gastgeber und erzwangen einen Entscheidungssatz. Diesen eröffnete VCA-Aufspieler Nikola Zivanovic mit zwei Assen. Danach lief der VCA lange einem Rückstand hinterher, erarbeitete sich beim Stand von 14:13 einen Matchball, der jedoch ungenutzt blieb. Enns machte es besser. US-Aufspieler Jeffery Schmitz verwertete den Matchball mit einem Ass.

TIROL - AMSTETTEN 3:0.

Gegen den nicht in voller Besetzung spielenden Tabellenführer verabschiedeten sich die Am-stettner mit einer ansprechenden Leistung vom Grunddurchgang. Im ersten Satz lagen die Gäste aus Amstetten lange Zeit in Führung, konnten diese aber trotz eines Satzballes nicht in Zählbares verwandeln. Satz Nummer eins ging knapp mit 26:24 an Tirol. Den zweiten Satz sicherten sich die Gastgeber klar, im dritten mussten sie erneut eine Führung der Amstettner wettmachen. Zur zweiten technischen Auszeit lag der VCA noch mit 16:14 in Front, belohnt wurde diese Führung wie auch schon im ersten Satz nicht.

Somit beendet der VCA den Grunddurchgang auf Platz sechs und trifft im Play-off auf Graz. „Wir sind der Wunschgegner von Graz und sie waren unserer. Mal schauen, für welche Mannschaft es wirklich das ideale Los ist“, erklärt Sportdirektor Micha Henschke. In der AVL verloren die Amstettner zweimal, im Cupfinale waren hingegen die Mostviertler erfolgreich.