Erstellt am 10. Mai 2016, 03:54

von Ingrid Vogl

Ein Ex-Amstettner als Spielverderber. Ex-Falke Mike Hauer war maßgeblich beteiligt am Vorchdorfer Sieg in Amstetten. Zu Pfingsten muss nun ein Sieg her.

 |  NOEN, Ingrid Vogl

AMSTETTEN - VORCHDORF 60:70. 23 Siege in 24 Spielen hatten die Amstettner vor dem Halbfinale zu Buche stehen. Dass die Falcons gerade in der entscheidenden Phase der Meisterschaft schwächelten, ist doppelt bitter. Nun muss am Samstag in Vorchdorf unbedingt ein Sieg her, um ein entscheidendes drittes Spiel zu erzwingen und noch Chancen auf den Meistertitel in der OÖ Landesliga zu haben.

Dass in den Play-offs andere Gesetze gelten, wurde am vergangenen Mittwoch deutlich. Die Falcons entschieden sämtliche Saisonspiele gegen die Vikings für sich, wenn auch meist nur knapp nach Overtime. Diesmal stutzten die groß aufspielenden Oberösterreicher den Falken aber in der eigenen Halle die Flügel.

Halbzeitführung aus der Hand gegeben

Das erste Viertel war vor allem durch Verteidigungsarbeit beider Teams geprägt, wobei sich keines einen größeren Vorsprung erarbeiten konnte. Dank Georg Rülling, der sowohl defensiv als auch offensiv entscheidende Akzente setzte, gingen die Hausherren aber mit einer vier-Punkte-Führung in die Halbzeitpause.

Danach schlichen sich bei den Amstettnern immer wieder Fehler im Reboundverhalten ein. Bei Freiwürfen ließ man zu oft die Gegner den Rebound holen und kassierte so unnötige Körbe. Da den Führungsspielern der Falcons, Amil Klisura und Jasmin Marevac, auch im letzten Spielabschnitt offensiv nicht viel gelang, versuchte Coach Rene Bremböck mit jungen Spielern neuen Schwung ins Spiel zu bringen.

Davon ließen sich die Gäste aber nicht beeindrucken und punkteten – angeführt vom stark spielenden Ex-Amstettner Mike Hauer – auch weiterhin. Die Falcons waren hingegen mit einer zehnprozentigen Erfolgsquote von der Dreipunktlinie einfach zu ineffizient.

Die Enttäuschung über die Niederlage war bei den Mostviertlern verständlicherweise groß. „Jeder erwischt mal einen schlechten Tag. Dass es gerade heute sein musste, ist natürlich bitter“, zog Patrick Hofbauer über die Partie Bilanz.