Erstellt am 10. November 2015, 05:22

von Ingrid Vogl

Kein guter Boden für die Amstettner. Der VCA musste sich auch im dritten „Heimspiel“ in Enns geschlagen geben. Eine 2:0-Satzführung reichte nicht zum Sieg.

Zu früh gefreut. Die Amstettner, die ab dem vierten Satz ohne Legionär spielten, gaben gegen Enns eine 2:0-Satzführung noch aus der Hand. Foto: Vogl  |  NOEN, Vogl

AMSTETTEN - ENNS 2:3. Zum dritten und letzten Mal in dieser Saison mussten die Am-stettner für ein Heimspiel nach Enns ausweichen.

Heimvorteil war dies keiner, schon gar nicht am vergangenen Samstag, wo man auf die wahre Heimmannschaft in der Ennser Sporthalle traf. Und auch diesmal musste der VCA mit einer Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten.

Gajdeks Ausfall tat doppelt weh

Dass der Gegner aus Oberösterreich nicht zu unterschätzen ist, wusste man spätestens nach dessen 3:0-Erfolg gegen Graz. Der Ausfall von Topscorer Bartlomiej Gajdek tat den Amstettnern da doppelt weh.

Der Pole hatte sich Mitte der Woche beim Training das Sprunggelenk ausgekugelt und fällt bis Ende des Jahres aus. Thomas Tröthann kehrte nach seiner Knöchelverletzung wieder in die Grundsechs zurück, blieb mit einer Angriffsquote von 26 Prozent aber noch ungefährlich.

Trotzdem bestimmten die Mostviertler in den ersten beiden Sätzen das Geschehen und gingen nach einer Stunde mit 2:0 in Sätzen in Führung. Zum Sieg reichte dieser Vorsprung aber nicht

Augenhöhe wurde zu schiefer Ebene

Die Ennser gaben nicht auf und sicherten sich den hart umkämpften dritten Satz. Aus dem Duell auf Augenhöhe wurde zu Beginn des vierten Satzes ein Spiel auf einer schiefen Ebene, bei dem sich die Ennser eine 12:4-Führung herausspielten.

VCA-Trainer Martin Kop reagierte und nahm mit Aufspieler Nikola Zivanovic den letzten Legionär vom Feld. Die Hausherren kamen aus dem Konzept und schienen ihre komfortable Führung noch aus der Hand zu geben. Mit einem 25:21 retteten sich die Ennser doch noch in den Entscheidungssatz.

Da ließen sich die Oberösterreicher die Butter dann nicht mehr vom Brot nehmen. Mit einem Servicefehler, seinem sechsten in diesem Spiel, beendete Maximilian Landfahrer die Partie zugunsten der Gegner. Mit seiner Serviceperformance zerstörte der Youngster seine gute Leistung an diesem Tag. Mit 20 Punkten war er nämlich Topscorer des VCA.