Erstellt am 26. Januar 2016, 04:13

von Ingrid Vogl

Sechs heiße Renntage für Rijkes. In Argentinien startete Sarah Rijkes ins neue Rennjahr. Bei Temperaturen um die 30 Grad fuhr die Waidhofnerin hervorragende Ergebnisse für ihr neues Team heraus.

Volle Konzentration. In Argentinien präsentierte sich die Waidhofnerin Sarah Rijkes bereits zu Jahresbeginn in guter Form. Foto: privat  |  NOEN, privat

35 Grad begrüßten die Raddamen in San Luis im Landesinneren. „Da wurde uns gleich mal bewusst, dass das hier kein leichtes Unterfangen werden würde“, war sich Sarah Rijkes gleich nach der ermüdenden Anreise der schwierigen Aufgabe für sich und ihr neues Team Lares-Waowdeals bewusst.

Regen, Wind und ein enger, verwinkelter Kurs

Beim ersten Bewerb, einem Eintagesrennen über 80 Kilometer, hatten sich die 140 Fahrerinnen dann aber überraschenderweise auf Regen, Wind und lediglich 15 Grad einzustellen. Dazu kam ein enger und verwinkelter Kurs, der dafür sorgte, dass das Feld von Runde zu Runde kleiner wurde. Rijkes konnte sich größtenteils gut platzieren und finishte auf dem 28. Rang.

Am nächsten Tag startete dann die sechstägige Rundfahrt und pünktlich meldete sich das typische argentinische Wetter mit Temperaturen um die 30 Grad wieder zurück.

Da die ersten vier Etappen alle im Massensprint endeten, war Rijkes Aufgabe die der Helferin. „Ich musste unsere Sprinterin aus dem Wind halten und die Attacken und möglichen Fluchtgruppen abdecken“, schildert Rijkes. Das änderte sich am fünften Tag.

Rückkehr: Temperaturunterschied von 50 Grad

Die 110 Kilometer lange Etappe endete mit einer fünf Kilometer langen Bergankunft, bei der die Waidhofnerin endlich freie Fahrt erhalten hatte. „Ich habe es geschafft, mit der Gesamtführenden als 13. das Ziel zu erreichen“, freute sich die Ybbstalerin über ihre starke Leistung, mit der sie sich auf den 21. Gesamtrang nach vorne katapultierte. Diesen hielt sie auch am Abschlusstag.

Zeit, sich von den Strapazen zu erholen, gibt es nicht. Nach einem kurzen Abstecher ist kalte Mostviertel, wo Rijkes einen Temperaturunterschied von fast 50 Grad zu verkraften hatte, ging es am Donnerstag schon wieder nach Belgien. Teampräsentation und zwei Tage Teamtraining standen hier am Programm. Dabei fuhr das Team den Kurs zweier Frühjahrsklassiker ab.