Erstellt am 12. April 2016, 03:34

von Ingrid Vogl

Waldviertel legte gegen VCA vor. Trotz starken Beginns und Satzführung musste sich der VCA im ersten Spiel des kleinen Finales klar geschlagen geben.

Betretene Mienen. Der VCA – im Vordergrund – startete hervorragend in die Partie und dominierte eineinhalb Sätze lang. Am Ende waren es aber die Waldviertler, die über den Sieg jubelten. Foto: Salzer  |  NOEN, Salzer

WALDVIERTEL - AMSTETTEN 3:1. Amstetten gegen Waldviertel. Das ist nicht nur das kleine Finale in der Austrian Volley League, sondern jedes Mal aufs Neue ein ganz besonderes Prestigeduell um den Titel der Nummer eins in Niederösterreich.

Nach dem bisherigen Saisonverlauf lag die Favoritenrolle eindeutig bei den Gastgebern aus dem Waldviertel. Was die Zuschauer in der Zwettler Sporthalle aber am vergangenen Freitag zu Spielbeginn zu sehen bekamen, das waren keine souveränen Hausherren, sondern dominierende Gäste. „Eineinhalb Sätze lang waren wir richtig überragend. Dann ist der Faden leider gerissen“, zog VCA-Sportdirektor Micha Henschke ein wenig enttäuscht Bilanz.

Den ersten Satz entschieden die Amstettner mit 25:20 für sich und auch bis zur Hälfte des zweiten Durchganges sah alles nach einem Sieg für Amstetten aus. Einer wusste diesen aber zu verhindern: Toni Menner. „Das war Toni Menner gegen den VCA. So einen Tag hat man nicht zweimal“, zog Henschke vor der herausragenden Leistung des gegnerischen Außenangreifers den Hut. Seine fehlerfreie Leistung krönte der Steirer mit dem verwerteten Matchball.

Menner besiegelte die Amstettner Niederlage

Dass die routinierteren Waldviertler in der Finalserie verdient auf 1:0 stellten, gab auch Micha Henschke zu. „Wir haben heuer dreimal gespielt und dreimal keine Chance gehabt. Sie sind dieses Jahr besser als wir“, war er ein guter Verlierer. Die Hoffnung auf Platz drei haben die Amstettner aber trotzdem noch nicht aufgegeben. „Waldviertel ist klarer Favorit, aber wir werden alles tun, um im letzten Heimspiel der Saison vielleicht doch noch ein drittes Finalspiel zu erzwingen“, sieht Henschke der Partie am Mittwoch (Spielbeginn um 19.30 Uhr) mit Optimismus entgegen.

Trotz der bitteren Niederlage in Zwettl brachte die letzte Woche für den VCA-Sportdirektor ein Erfolgserlebnis. Und zwar bei der Kaderplanung für das nächste Jahr. Maximilian Landfahrer – im Vorjahr jener Spieler, den Henschke unbedingt nach Amstetten lotsen wollte – bleibt dem VCA weiterhin treu. „Er hat für zwei Jahre unterschrieben“, freut sich Henschke über die Vertragsverlängerung des 22-Jährigen.