Erstellt am 08. März 2016, 04:14

von Ingrid Vogl

Weichinger mit Traumschuss zu Gold. Der Winklarner Markus Weichinger kürte sich mit dem Team zum Weltmeister im Weitenbewerb. Mit seinem ersten Versuch legte er den Grundstein für die Goldmedaille.

Weltmeister. Bernhard Patschg, Markus Bischof, Rene Genser und der Winklarner Markus Weichinger (v.l.n.r.) gewannen den Teambewerb der Weitenschützen. Foto: privat  |  NOEN, privat

Ritten in Südtirol war ein guter Boden für die österreichischen Stocksportler. Unter den erfolgreichen Athleten, die die Heimreise mit Edelmetall im Gepäck antreten durften, befand sich auch der Winklarner Markus Weichinger.

Der 39-jährige Routinier der SG Allersdorf/Union Randegg bestritt seine erst zweite Weltmeisterschaft. Weichinger war zwar bei einigen Europameisterschaften am Start, für eine weitere Weltmeisterschaft hatte es seit seinem WM-Debüt im Jahr 1998 aber bisher nicht mehr gereicht.

Dementsprechend hochmotiviert ging Niederösterreichs Aushängeschild im Weiten-Teambewerb an den Start. Bereits im ersten Durchgang gelang ihm mit 127,54 Metern ein Traumschuss, der Österreich im Kampf um die Medaillen in eine gute Ausgangsposition brachte.

Weil Weichingers Mannschaftskollegen in den ersten beiden Durchgängen hinter den Erwartungen blieben, lag bis zur Hälfte des Bewerbs Dauerrivale Deutschland in Front. Erst im dritten und vierten Durchgang erzielten der Steirer Rene Genser und der Salzburger Bernhard Patschg ihre Bestweiten und Österreich übernahm die Führung. Mit einer Gesamtweite von 394,14 Metern sicherten sich Weichinger und Co Gold vor Deutschland (383,23) und Gastgeber Italien (310,95).

Aufgrund der hervorragenden Leistung – in einer Einzelwertung wäre Weichinger auf Platz vier gelegen – stieg auch die Erwartungshaltung für das zwei Tage später stattfindende Einzelfinale. Weichinger konnte seine Leistung nicht wiederholen und musste sich mit Rang sechs zufriedengeben.

„Natürlich bin ich etwas enttäuscht, denn nach meiner Leistung im Mannschaftsbewerb habe ich doch mit einer Einzelmedaille geliebäugelt. Ich weiß nicht, warum ich so weit hinter den Höchstweiten war, aber trotzdem freue ich mich riesig über meinen ersten Weltmeistertitel“, zog Weichinger zufrieden Bilanz.