Erstellt am 13. Oktober 2015, 05:27

von Ingrid Vogl

Zwei Rekorde als Trost. Apnoetauchen / Eine Nebenhöhleninfektion verhinderte den Start auf Zypern, in Italien zeigte sich Markus Helm dann aber in Rekordlaune. Nach den Erfolgen bei den österreichischen Meisterschaften im Pool- und Tieftauchen hatte der Neuhofner Markus

Atemlos. Beim Bewerb „Constant weight“ erreichte Markus Helm mit der Monoflosse eine Tiefe von 85 Metern.  |  NOEN, Thomas Wurzer
Nach den Erfolgen bei den österreichischen Meisterschaften im Pool- und Tieftauchen hatte der Neuhofner Markus Helm heuer noch ein ganz großes Ziel: eine Topplatzierung bei der AIDA-Tieftauch-Weltmeisterschaft auf Zypern. Auf dieses Saisonhighlight musste der Mostviertler aber verzichten. Eine bakterielle Infektion der Nebenhöhlen, die er sich beim Training auf Zypern zugezogen hatte, machte einen Start unmöglich. „Ich konnte nicht einmal auf zehn Meter abtauchen. Es war frustrierend, dass ich nicht in die Wettkämpfe eingreifen konnte, sondern zum Zuschauen verbannt war“, war Helms Enttäuschung groß.

Helm gab aber nicht auf und kämpfte weiter. Schließlich wartete im Oktober mit der CMAS Outdoor-Weltmeisterschaft noch ein weiteres Großereignis. Daher schlug der 31-Jährige Mitte September seine Trainingszelte in Italien auf, um sich auf die Bewerbe vorzubereiten. Zwischenfälle blieben auch diesmal nicht aus, denn hohe Wellen und eine starke Strömung ließen keine tiefen Tauchgänge zu. „Ich wurde regelrecht vom Seil weggeblasen und konnte kaum die Richtung halten. Lediglich die Sicherheitsleine hat mich am Seil gehalten“, schildert Helm die schwierigen Bedingungen.

Zwei achte Plätze und zwei Bestleistungen

Pünktlich zu den Bewerben spielte dann das Wetter wieder mit und einem hochkarätigen Wettkampf stand nichts mehr im Wege. Auch Helm zeigte sich in guter Form. In der Disziplin „Constant weight“ erreichte er 85 Meter mit der Monoflosse. Dies bedeutete den achten Rang und neuen nationalen Rekord.

Auch beim Bewerb „CWT Bifins 2“ landete er mit 60 Metern abermals am achten Platz und erzielte erneut eine neue nationale Bestleistung. „Ich hatte mich aufgrund einer Tiefenströmung in meiner Sicherheitsleine eingedreht und wurde abgebremst. Ich konnte die Situation aber schnell lösen und trotzdem die nötige Entspannung halten. Den Tauchgang konnte ich mit einem Lächeln im Gesicht beenden“, freute sich Markus Helm über die gute Leistung.

Mit der gesamten Saison ist der Neuhofner aber nicht gänzlich zufrieden. „Alles in allem bin ich natürlich etwas enttäuscht, weil ich meine Ziele, die ich mir auferlegt habe, nicht erreichen konnte“, ist der Rückschlag von Zypern noch immer nicht abgehakt.