Zwettl

Erstellt am 10. August 2016, 05:07

von Maximilian Köpf

Von Freundschaft und Dominanz. Laister krallte sich W4-Cup und 423 Sportler waren in Bewegung. Kumpel teilten sich Sieg im Radmarathon,

Quantität und Qualität. Die Zwettler Kosmopiloten stellten beim 20. ARBÖ-Radmarathon die größte Teilnehmergruppe. Auch individuelle Erfolge gab es zuhauf. So landeten etwa Klaus Becker (Fünfter) und Simon Lux (Platz sechs) im absouluten Spitzenfeld des Radmarathon light.  |  NOEN, Maximilian Köpf

Bereits zum achten Mal versetzte am Sonntag der Gmünder Sporttag die Bezirkshauptstadt in Bewegung. 423 Sportler waren aktiv bei Lauf- und Radbewerben dabei. „Positiv, sehr gelungen, sehr zufrieden“, lautet Bernhard Bocks Resümee. Alleine 261 Starter waren bei den von „seinem“ LT Gmünd gemanagten Laufbewerben dabei. Einen Aufschwung erlebten nach dem Vorjahrestief die Radbewerbe. Zum 20. Jubiläum kamen insgesamt 162 zum ARBÖ-Radmarathon.

Einzig ein Sturz im Light-Marathon von zwei Schweiggingern im Ortsgebiet von Haugschlag trübte die Stimmung. Die Athleten fuhren im Pulk hintereinander, der vordere Ralder bemerkte die Bodenmarkierungen, die zum rechts Abbiegen hinwiesen zu spät, kam mit seinem Fahrrad zu Sturz. Der hinter ihm fahrende Radfahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und stürzte über seinen Kollegen. Beide Teilnehmer wurden unbestimmten Grades verletzt und mit dem Notarztwagen sowie mit der Rettung in das Landesklinikum nach Gmünd transferiert.

Von diesem Zwischenfall bekam die Spitze des Feldes nur wenig mit. Das 124km-Rennen wurde schon früh knackig. Schon beim ersten Anstieg durch Höhenberg riss das Feld auseinander. Ein Quartett wollte es ordentlich wissen, musste aber später wieder Tempo rausnehmen. „Es war ein bissl zu früh“, sagte der spätere Sieger Gerd Fidler, der einer dieser vier Voreiligen war.

„Laister ist heuer einfach nicht zu schlagen.“ 

Auch der Zweitplatzierte Jürgen Hable musste die Stärke des Gesamtsiegers anerkennen.

Letztlich setzte sich der 19-Jährige aus St. Johann am Wimberg doch ab. Nur einer blieb ihm im Nacken, Kumpel und Vorjahressieger Christian Oberngruber (26) aus Sarleinsbach. Das Oberösterreicher-Duo blieb vereint – auch eine letzte Attacke über den Saßberg war erfolglos – und fuhr absolut zeitgleich, Hand in Hand, durchs Ziel (3:20.57 Stunden). „Es ist keiner weggekommen, also haben wir uns entschlossen, gleich gemeinsam ins Ziel zu fahren“, erklärten die beiden im Ziel.

Bester Waldviertler wurde wieder der Windigsteiger Markus Stocklasser, der mit der Verfolgergruppe nach 3:27std als Sechster ins Ziel kam. Ebenfalls im Duett absolvierten Michael Hölzl und Moran Vermeulen den Großteil des 80km-Rennens. Erst auf dem Gmünder Schlossberg, wenige Meter vor dem Ziel, ließ der Freistädter Vermeulen stehen, gewann mit 2:15.46. Um 1,5 Sekunden verpasste der Gmünder Harald Becker das Podest, wurde mit 2:15.56 Fünfter.

Damenwertung weitaus spannender

Ehe sich diese Szenen abspielten, hatten 261 Läufer auf fünf Distanzen die Altstadt im Griff. Mit dem Schlossparklauf ging‘s im Waldviertel-Cup weiter, wo sich Christoph Laister schon am Beginn absetzte. Mit einem Kilometer-Schnitt von 3:15min distanzierte er den Zweiten Jürgen Hable um mehr als eine Minute (Gesamtzeit: 21:04 min).

Er habe es schon kommen gesehen, sagte Hable im Ziel: „Christoph ist heuer nicht zu schlagen.“ Laister schnappte sich auch den Gesamtsieg im W4-Cup – drei Bewerbe vor Ende – und war „einfach nur glücklich.“ Das Podest komplettierte der Zwettler Alexander Bichl in seinem 77. Rennen in 2016.

Weitaus spannender war die Damenwertung, wo es fast zu einem Zielsprint zwischen Anna Holzmann und Susanne Aumair kam. Letztlich gab‘s für Holzmann aber ein Happy End. Sie siegte mit nur einer Sekunde Vorsprung, holte sich damit den dritten Erfolg im diesjährigen Waldviertel-Cup. Auch der Sieg in der Gesamtwertung ist der Zwettlerin kaum noch zu nehmen.