Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:47

von Michael Salzer

9 Zwettler, ein Punkt. Die Waldviertler gingen per Elfer in Führung, kassierten aber im zweiten Durchgang drei Tiefschläge: 1:1 und zweimal Rot.

Auf gleicher Höhe. Spratzern (li. Lukas Mitterwachauer) und Zwettl (re. Vladimir Dobal) trennten sich mit einem leistungsgerechten Remis. Trotzdem sind die Waldviertler vom direkten Konkurrenten aus den Top 5 gedrängt worden – weil Ober-Grafendorf den Spielbetrieb eingestellt hat, somit der 4:0-Heimsieg des SC Zwettl aus der Wertung gefallen ist. Foto: Claus Stumpfer  |  NOEN, Claus Stumpfer

SPRATZERN - ZWETTL 1:1. In den ersten neun Runden hatte es für die Gutlederer-Elf kein einziges Remis gegeben – nach der Nullnummer in Traiskirchen folgte am Samstag die zweite Punkteteilung in Folge. Bei den Gastgebern fehlten Dominik Heinzl (krank) und Mario Deinhofer (verletzt), die Waldviertler reisten ohne Florian Metz und Armin Paradeisz (beide krank) an.

Im defensiv-betonten Match fühlte sich Schiedsrichter Franz Ziernwald zum Spielgestalter berufen – in einer typischen 0:0-Partie mit wenigen echten Chancen verhängte er zwei Elfmeter und schloss zwei Zwettler aus. „Man kann sie geben, muss man aber nicht“, kommentierte SCZ-Coach Ljubo Petrovic jene beiden Strafraumszenen, die zum Endstand führten.

Zuerst spitzelte der Zwettler Jiri Havelka das Leder an ASV-Goalie Christoph Graf vorbei, wurde von diesem gefällt. Und Mario Brunner verwertete schon seinen vierten Strafstoß in der laufenden Saison zum 0:1 (12.).

Zehn Minuten nach der Pause mussten die Gäste zwei Rückschläge hinnehmen: Spratzern-Stürmer Patrik Levcik rannte in einen Befreiungsschlag von Christian Brunner, wurde getroffen und ging zu Boden – Elfmeter und Gelb-Rot für den Verteidiger lautete die bittere Entscheidung

Letztlich waren es nur mehr neun Zwettler, die den Punkt über die Ziellinie retteten. Denn Matej Mitrovic ärgerte sich über eine Out-Entscheidung (siehe

oder im Link auf den Artikel unten) – und schaute in den roten Karton (77.). „Da fehlt mir schon das Fingerspitzengefühl“, ärgerte sich Coach Petrovic. „Gelb hätte auch genügt. Wollen wir Fußballer mit Emotionen oder Roboter?“

Matej Mitrovic im NÖN-Interview: