Erstellt am 31. März 2016, 06:54

von Michael Salzer

"Alle hatten ihren Spaß". Das Konzept ist voll aufgegangen: 49 Teams jagten ihre Boliden elf Stunden lang beim „Rappolz 666“ durch den Offroad Park. Zwei Waldviertler Teams auf dem Podest.

Über elf Stunden lang drehten die Boliden ihre Runden - 21 von 49 gestarteten Autos hielten bei der Rappolz 666-Premiere durch.  |  NOEN, Salzer
Die Premiere von „Rappolz 666“, ein einzigartiges Langstrecken-Gleichmäßigkeitsrennen über 666 Minuten (11 Std. 6 Min.), wurde zum vollen Erfolg auf allen Linien. Zumindest laut Bilanz von Oliver Lappel, Head of Sales im Dynamite Offroad Park: „Es waren 49 Teams mit 265 Fahrern da, die haben auch viele Zuschauer mitgebracht. Alle hatten ihren Spaß, passiert ist auch nichts Ernsthaftes. Am Schluss haben wir das Osterfeuer entzunden, da war dann eine lässige Partystimmung.“

Die Auswahl des Autos ist sekundär

Nicht nur die Piloten schwitzten beim Abspulen von möglichst vielen Kilometern auf dem holprigen und staubigen Rundkurs, sondern auch die Mechaniker. Lappel: „Wir mussten unter anderem ein Auto aus dem Rennen nehmen, weil das Licht nicht mehr funktioniert hat. Das ist zwar bitter, steht aber so im Reglement. Schließlich muss die Sicherheit immer an erster Stelle stehen.“ Welches Auto muss man haben, um ganz vorne mitmischen zu können? „Das Auto ist sekundär“, erläutert Oliver Lappel. „Man muss konstante, schnelle Fahrer haben und ein gutes Serviceteam, dass auch Kleinigkeiten schnell und flexibel reparieren kann.“
Letztlich erreichten nur 21 Mannschaften die Ziellinie, wobei die besten Acht ähnlich starke Leistungen ablieferten.

Zwei Waldviertler Teams an der Spitze

Die größte Distanz, sowohl bei der Anreise als auch beim Rennen selbst, absolvierte das „Team Scheu“ aus Deutschland: 454 Kilometer. Gleich dahinter, quasi an der Spitze der Österreich-Wertung, folgten zwei Waldviertler Teams: Das „Racingteam Scherzer“ aus Eggern (Fahrer: Richard Scherzer, Michael Scherzer, David Schuster, Jakob Miksch) brachte es auf 444 Kilometer, gefolgt von „De schware Partie“ aus Heidenreichstein (Benjamin Habison, Michael Putz, Marcel Löffler, Gregor Reifschneider) mit 435 km.

Aufgrund des großen Andrangs wird das „Rappolz 666“ heuer noch zweimal ausgetragen – am 6. August und 22. Oktober. „Alle, die beim ersten Mal auf der Warteliste gelandet sind, haben jetzt ein Vorrecht zur Nennung bei einem dieser Rennen. Dann schauen wir, wie viele Startplätze noch frei sind und öffnen die Anmeldung wieder am 1. April.“ http://www.rappolz666.at