Erstellt am 13. Januar 2016, 05:33

von Christopher Eckl

Aus der Schwäche wurde ein Vorteil. Mit neuem Coach und toller Leistung am Block zwangen die Waldviertler Amstetten in die Knie.

Der entscheidende Faktor. Die Waldviertler Volleyballer überraschten die Amstettner im ersten Match 2016 mit der konsequenten Aufstellung von Dreierblocks (im Bild: Rudinei Boff, Petr Calabek und Michal Peciakowski), insgesamt einer wesentlich besseren Verteidigung als im alten Jahr.  |  NOEN, Foto: Michael Salzer

WALDVIERTEL - AMSTETTEN 3:1.
Er kam, adaptierte den Block und siegte: Neo-URW-Coach Zdenek Smejkal. Der Tscheche, der erst drei Tage vor dem NÖ-Derby das Trainerzepter bei den Waldviertlern übernahm, stellte in der Verteidigung auf Dreierblock um. Ein Mann mehr gab der zuletzt arg gebeutelten Mitte der Union mehr Sicherheit. 15:10 stand es nach rund zwei Stunden Spielzeit nach Blockpunkten für die Heimischen. „Das war entscheidend“, befand Co-Trainer und Mittelblocker Petr Calabek.


Er selbst wirkte an der starken Gesamtleistung des Waldviertel-Sextetts – trotz anhaltender Schulterprobleme – maßgeblich mit, sorgte gleich im ersten Abschnitt für eine grandiose Show der Smejkal-Truppe. Nach nur 29 Minuten hieß es 25:15. Die Mostviertler hatten in dieser halben Stunde, neben dem Block, auch mit dem hammerharten und beinahe fehlerlosen Service der Gastgeber alle Hände voll zu tun.

Im zweiten Satz kurz fehlerhaft

Auch in Set zwei gaben erst die Waldviertler den Ton an. Gegen Satzmitte schlichen sich aber Unsicherheiten in der Verteidigung ein, im Angriff sank die Effizienz. Diese etwas schwächeren Minuten legten den Grundstein für den Satzgewinn der Amstettner. Sehr zur Freude von deren Betreuer und Ex-URW-Übungsleiter Martin Kop: „Im zweiten Satz haben wir die paar blöden Fehler, die wir davor gemacht haben, vermieden. Auch danach waren wir sehr gut im Spiel.“

Kop’s Aussage kann man nur unterstreichen. Denn sein Team machte es den Heimischen mit toller Feldverteidigung und viel Einsatz in den folgenden beiden Abschnitten nicht gerade leicht. Im dritten Satz legt die URW nach der ersten technischen Auszeit einen Zwischensprint hin und zog auf 15:11 davon – die Vorentscheidung. Der folgende Durchgang war ein spannungsgeladenes Kopf-an-Kopf-Rennen beider Teams bis zum 21:21. Dann bewies die Union ihre Coolness, verbuchte ein 25:22 und zog damit einen Schlussstrich unter die kurze, aber schmerzhafte Niederlagen-Serie in Heimspielen.