Erstellt am 24. Februar 2016, 05:29

von Christopher Eckl

Mehr gepunktet, dennoch verloren. Die Waldviertler waren mit Graz auf Augenhöhe – das Match und Rang drei gingen aber an die Steirer.

Fast gleichauf. Die Union Waldviertel (von links: Michal Peciakowski und Petr Calabek) und der UVC Graz schenkten sich 120 Minuten lang nichts. Nach fünf spannenden Sätzen siegten die Steirer. Nach der 2:3-Niederlage ist es fix: Die URW geht als Nummer vier des Grunddurchgangs ins Play-off.  |  NOEN, Salzer

GRAZ - WALDVIERTEL 3:2.

Volleyball kann manchmal kurios sein. Nicht immer gewinnt das Team mit den meisten Punkten. So geschehen am Samstag in der Grazer Bluebox Arena. 106:104 lautet die Gesamtbilanz an Zählern nach zwei Stunden Spielzeit aus Sicht der Waldviertler. In Sätzen stand es am Ende aber 3:2 für die Steirer. „Graz war in den entscheidenden Momenten konzentrierter, genau wie beim Hinspiel in Zwettl“, sah Petr Calabek Parallelen zur ebenfalls hauchdünnen 2:3-Niederlage im Dezember.

Anders als damals legten die Waldviertler in Graz hervorragend los, überragten die Steirer am Block und beim Service. Die logische Folge: 25:18, 1:0 in Sätzen. „Wenn wir die Leistung vom ersten Satz durchgezogen hätten, hätten wir mit 3:0 gewonnen. Leider haben wir dann aber nachgelassen“, erklärte URW-Manager Werner Hahn.

Im Entscheidungssatz war Graz im Glück

Im zweiten Durchgang hechelte man meist hinter dem UVC hinterher, bei 23:23 wurde es aber spannend. Mit zwei Punkten in Serie fixierte die Carletti-Truppe danach den Satzausgleich. In den folgenden beiden Durchgängen fand jeweils ein Team rund um die zweite technische Auszeit so richtig in die Spur und verbuchte den Set für sich.

Es musste als ein entscheidender fünfter Satz her. Auch der verlief bis zum Stand von 11:11 wie ein Krimi, dann hatten die Grazer aber das Glück auf ihrer Seite. „Ein paar Netzbälle sind auf unserer Seite gelandet,  aber so ist der Sport“, seufzte Hahn. Mit dem abschließenden 15:11 besiegelten die Steirer den knappen Erfolg und Platz drei im AVL- Grunddurchgang.

Mittelblocker Calabek wurmte dies weniger als ein Blick auf die Matchstatistik. Wie schon zuvor gegen Tirol und Aich/Dob hatte man mehr Blockpunkte (13) als der Gegner (9) auf dem Konto, konnte dies aber nicht in ein Mehr an Satzgewinnen ummünzen. Das soll sich ändern: „Wir dürfen im Angriff nicht immer volles Risiko eingehen, sollten ruhig bleiben und auf den Block vertrauen.“