Erstellt am 12. Oktober 2016, 04:22

von Michael Salzer

Nordmänner legen perfekten Start hin. Topscorer Matiss Gabdullins und seine Waldviertler Kollegen brausten zum Ligastart über Weiz hinweg.

Die Routine, daher auch ruhigen Hände von Michal Peciakowski,Zuspieler, Kapitän und Co-Trainer der Union Raiffeisen Waldviertel,waren beim Saisonstart in Weiz Gold wert.  |  Michael Salzer

WEIZ - WALDVIERTEL 0:3. Mit dem souveränen Auswärtssieg haben die neuformierten Waldviertler den perfekten Saisonstart geschafft. „Dieser Erfolg, noch dazu auswärts bei einem gefährlichen Gegner, ist sehr wichtig für unser junges Team“, freute sich Petr Calabek, der neue Trainer der Union Raiffeisen Waldviertel.

Mit ihrer neuen Service-Strategie kontrollierten die „Nordmänner“ das Geschehen vom Anpfiff weg. Zugleich gelang es, die starken Aufschläge der Weizer zu entschärfen. Nach den glasklaren Erfolgen in den ersten beiden Sätzen (+19, +15) servierten die Waldviertler im dritten Durchgang nicht mehr so stark, leisteten sich einige Fehler, setzten sich dennoch mit 25:22 durch.

„Die Weizer waren übermotiviert und nervös. Wir haben starke, solide Team-Leistung abgeliefert.“

Werner Hahn

„Jeder Spieler hat seine Aufgaben erfüllt“, analysierte Petr Calabek sein erstes Liga-Match als Coach. „Große Reserven sehe ich aber noch beim Blockieren, da müssen wir uns deutlich steigern, müssen einen konstanten Dreier-Block stellen.“

Am Netz punkteten vor allem Matiss Gabdullins (30 Punkte), der baumlange lettische Diagonalangreifer, der bewährte Brasilianer Rudinei Boff (19) und der Pole Mateusz Jozwik (15). „Respekt vor Mateusz und Mattis! Für beide war es das erste Match im Ausland. Mateusz hat wirklich überragend gespielt. Matiss ist genau deswegen bei uns, um die meisten Punkte zu machen. Aber seine Angriffe müssen noch schneller werden.“

Jedenfalls könne man noch keine Rückschlüsse auf die wahre Spielstärke der „Nordmänner“ ziehen, fügte URW-Sportleiter Werner Hahn hinzu: „Nach drei Runden kann man schon mehr sagen. Die Weizer waren auf unsere neue Mannschaft extrem gut vorbereitet, aber übermotiviert und nervös. Wir haben nur wenige Fehler gemacht, haben eine starke und solide Team-Leistung abgeliefert.“