Zwettl

Erstellt am 06. Juli 2016, 05:46

von Christopher Eckl

Alles oder nichts. Nach dem frühen Aus in Porec spielen Schwaiger/Hansel in Sochi um die letzte Chance auf Olympia in Rio.

Voll reinhängen heißt es für Stefanie Schwaiger beim Weltfinale des Continentalcups in Sochi. Es geht um die letzte Chance auf ein Ticket für Olympia in Rio.   |  noen, FIVB

Auf eine verpatzte Generalprobe folgt eine gelungene Vorstellung. Geht‘s nach dieser Binsenweisheit, werden Stefanie Schwaiger und Barbara Hansel beim Weltfinale des Continentalcups in Sochi/Russland ab heute brillieren. Denn der Probelauf unter Wettkampfbedingungen war beim Major-Turnier in Porec (Kroatien) eher zum Vergessen. In drei Spielen konnte das heimische Nummer-eins-Gespann keinen Satzgewinn verbuchen. Ein Lichtblick: gegen die starken Deutschen Borger/Büthe war man nahe am Erfolg dran, verlor letztlich mit 25:27 und 19:21.

Die Zwischenrunde wurde verpasst

Noch am selben Tag setzte es gegen die Brasilianerinnen Duda/Elize Maia ebenfalls eine 0:2-Niederlage. Im dritten Spiel der Gruppenphase hätte man dennoch den Einzug in die Zwischenrunde fixieren können. Daraus wurde aber nichts, die Chiniesinnen Wang/Yue erwiesen sich als zu stark. „Uns gelang phasenweise zwar ein gutes Spiel, wir konnten aber das starke Service der Chinesinnen nur teilweise entschärfen“, bilanzierte Schwaiger. Nun wird es in Sotchi so richtig ernst.

Im Verbund mit Katharina Schützenhöfer und Lena Plesiutschnig kämpft man im aus Stavanger bekannten Modus (Best-of-Three-Matches) um einen Quotenplatz für Österreich. Zwei davon werden in Russland ausgespielt. Die Vorgabe ist für das ÖVV-Quartett also sonnenklar: Finale, oder der Olympia-Traum ist ausgeträumt. Schwaiger sieht sich und ihre Teamkolleginnen beim Turnier der letzten Chance aber als Außenseiter: „Die anderen Länder sind stärker einzuschätzen, als in Stavanger.“ Zu verlieren habe die österreichische Auswahl aber herzlich wenig. „Wir können überraschen und frei drauf losspielen. Also volle Attacke. Entweder es geht auf, oder nicht.“