Zwettl

Erstellt am 06. Juli 2016, 05:49

von Christopher Eckl

„Das ist eine riesige Ehre“. Der Arbesbacher DJ Tobias Rudig ist bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro für die gute Stimmung bei den Volleyballbewerben zuständig.

Der Arbesbacher Tobias Rudig (re.) wird gemeinsam mit seinem Bruder
Florian das olympische Beachvolleyball-Turnier rocken.
 |  roodixx

Die Copacabana ruft! Während Stefanie Schwaiger noch um ihr Ticket für die Olympischen Spiele in Rio kämpfen muss (siehe dazu Bericht auf Seite 70) hat es ein anderer Waldviertler seit Ende letzter Woche in der Tasche: der Arbesbacher Tobias Rudig.

Der DJ wird bei den Beachvolleyball-Bewerben für die Beats sorgen, während sein Bruder Florian die Moderation übernimmt. „Das ist, wie wenn einer von den Malediven für das Entertainment bei der Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel verantwortlich wäre“, zieht Rudig einen originellen Vergleich. Der allerdings gewaltig hinkt. Denn wenn auf den internationalen Stränden Beachvolleyball gespielt wird, gibt immer öfter das Binnenland Österreich den Ton an.

Tobi und Flo Rudig haben sich durch ihr Musik- und Moderationskonzept für den Beachvolleyball Grand Slam von Klagenfurt längst einen Namen in der Szene gemacht, zahlreiche Auslands-Einsätze inklusive. Erst am vergangenen Wochenende umrahmte das Duo das Majorturnier von Porec (Kroatien). Im vergangenen Herbst war man in Fort Lauderdale/USA im Einsatz. Dort fiel auch der Startschuss für die Verhandlungen um den Olympia-Einsatz. „Das war ein ewiges Hin und Her, wir haben ganz lange nicht gewusst, ob wir ausgewählt werden oder nicht.“ Zahlreiche ausgefüllte Fragebögen und geführte Gespräche später bekamen die „Roodixx“ dann doch den Zuschlag.

Auch in der Halle hört man auf die Rudigs

Und zwar in doppelter Hinsicht: Neben den Beachvolleyball-Bewerben soll das seit vielen Jahren eingespielte, brüderliche Gespann auch bei ausgewählten Partien der Indoor-Volleyballbewerbe im Einsatz sein. „Das ist eine riesige Ehre für uns. Wir haben vorausschauend auch schon an einigen neuen Ideen gearbeitet und ein paar Sachen produziert.“ In Brasilien will man sich am lokalen Musikgeschmack orientieren: „Wir werden viel mit Percussions und Samba-Rhythmen arbeiten. Die Brasilianer sind musikverrückt, werden noch mehr tanzen, als die Fans im letzten Jahr in den USA.“