Erstellt am 08. Juli 2016, 21:50

von Christopher Eckl

Österreich pokert sich ins Endspiel. Die Olympia-Chance von Steffi Schwaiger und Barbara Hansel lebte am heutigen Abend voll auf.

FIVB

Beim Weltfinale des Continentalcups in Sotschi/Russland, bei dem es um insgesamt zwei Quotenplätze für die Spiele in Rio geht, besiegten Schwaiger/Hansel und ihre ÖVV-Partnerinnen Lena Plesiutschnig/Katharina Schützenhöfer das Team aus Vanuatu (Ozeanien) mit 2:1. Davor feierte man bereits Erfolge gegen die Ukraine und Kolumbien. Bedeutet in der Endabrechnung Gruppenplatz eins und ein Ticket für das sonntägliche Finale. Der Gegner wird morgen in den Begegnungen Tschechien – Vanuatu und Russland – Ukraine ermittelt.

Der heutige 2:1-Erfolg gegen Vanuatu war aber durchaus ein knapper. Zwar siegten Schwaiger und Hansel klar mit 21:16 und 21:14 gegen das Gespann Joe/Toke. Schützenhöfer/Plesiutschnig ließen aber gegen Matauata/Pata aus und verloren mit 0:2. Es musste also ein „Golden Set“ (ein einziger Spielabschnitt bis 15 Punkte) die Entscheidung bringen. ÖVV-Coach Leonardo pokerte vor diesem hoch und mixte das Gespann regelkonform, aber höchst überraschend, neu.

Risiko hat sich ausgezahlt

Am Beach liefen Schwaiger und Schützenhöfer auf. Sie siegten gegen Matauata/Pata mit 15:12 und buchten so das Finalticket. „Das Risiko mit der veränderten Aufstellung hat sich ausgezahlt! In so einem kurzen Satz kann es sehr schnell gehen und wir haben den Vorteil genutzt“, freute sich Schwaiger nach dem Aufstieg.

Gelingt dem österreichischen Team am Sonntag der Finalsieg, hat der ÖVV einen Quotenplatz fix. Welches Gespann dann das Rio-Ticket erhält, entscheidet alleine der Verband. Schwaiger/Hansel haben dafür als bestgereihtes heimisches Team in der Weltranglist aber jedenfalls eine tolle Ausgangsposition.