Erstellt am 11. Mai 2016, 05:54

von Christopher Eckl

„Bezugspunkt hat gefehlt“. Beim Bewerb über die olympische Distanz lief Alexander Frühwirth ein Rennen auf der Überholspur. Am Ende landete der Kirchberger am starken sechsten Rang.

Das Waldviertel würdig vertreten. Andreas Silberbauer (li.) holte sich in Ober-Grafendorf seinen ersten Triathlon-Sieg. »Iron Alex« Frühwirth bewies seine bestechende Form und finishte auf Rang sechs.  |  NOEN, Foto: NÖN

„Das Problem ist das: Wenn man älter wird, muss man in einer anderen Startwelle ins Rennen gehen.“ So begann „Iron Alex“ Frühwirth seine Bilanz zum Triathlon-Klassiker in Ober-Grafendorf.
Als Starter in der Altersklasse M45 ging der Kirchberger erst mit der dritten Welle und damit sechs Minuten hinter den „Jungspunden“ der Szene in den Schwimmbewerb. Auf der auf 750 Meter verkürzten Strecke schloss er bald zum Hauptfeld auf.

In Verbindung mit dem anschließenden Radbewerb war‘s für Frühwirth ein Rennen, bei dem er andauernd den Blinker draußen hatte. „Ich habe sicher 150 Leute überholt“, schmunzelte die Ausdauerkanone im NÖN-Gespräch. Ausgerechnet beim schwersten Anstieg musste er sich dem Gegenwind entgegen stemme. „Das hat sehr viel Kraft gekostet. Insgesamt bin ich aber mit der Leistung am Rad sehr zufrieden.“

Auf der abschließenden 10-Kilometer-Laufstrecke war Frühwirt ausgezeichnet unterwegs. Auf der finalen zweiten Runde hätte er aber durchaus noch zulegen können. Warum er es nicht tat? „Mir hat der Bezugspunkt gefehlt. Die Spitzengruppe war immer beisammen, die haben sich gegenseitig aufreiben können. Für mich war es ein Rennen gegen die Uhr.“

Zufrieden mit Zeit und Platzierung

Mit der Zeit von 1:50:12 Stunden, einem Rückstand von 1:20 Minuten auf Überraschungssieger Andreas Silberbauer und Gesamtplatz sechs war Frühwirth dennoch froh. „Das passt! Überhaupt, wenn man bedenkt, dass das Schwimmen verkürzt wurde – da hätte ich was gutmachen können“, erklärte der M45-Klassensieger.
Den Sprung aufs Stockerl ihrer Altersklasse schaffte auch Frühwirths Tochter Verena. Sie belegte beim Sprint-Triathlon in einer Zeit von 47:01 Minuten den tollen zweiten Platz in der Kategorie U18.