Erstellt am 13. Januar 2016, 05:08

von Michael Salzer

Blackout beschert bittere Heimpleite. Krems/Zwettl ließ sich im ersten Drittel überrumpeln, schlitterte in den entscheidenden Rückstand.

Eis-Raufen im Zwettltal. Die Aufholjagd der Waldviertler Eishackler (Mitte: Kapitän David Schierhuber) wurde von umstrittenen Pfiffen und Disziplinlosigkeiten auf beiden Seiten gestoppt.  |  NOEN, Michael Salzer

KREMS/ZWETTL - TULLN 5:8.  Die Waldviertler gingen bei strömendem Regen im Zwettltal gleich im ersten Drittel unter, die Tullner nützten das totale und kollektive Blackout zur 6:1-Führung nach 20 Spielminuten. Alle Gegentore fielen aus Unachtsamkeiten in der Defensive, die Gäste waren stets um das entscheidende Etwas schneller am Puck und netzten aus kurzer Distanz ein. Auf der anderen Seite agierte man uneffizient vor dem Tullner Tor bzw. scheiterte an der soliden „Schlussfrau“, Victoria Vigilanti.

Im zweiten Durchgang wurde der entnervte SPG-Goalie Andreas Rabl durch Johannes Riedler ersetzt. Ab diesem Zeitpunkt funktionierte die heimische Abwehr wesentlich besser – die Auswärtigen kamen nur zu einer Handvoll an ernsthaften Torschüssen. Weil die Waldviertler aber weiterhin eklatante Schwächen im Abschluss zeigten und die besten Chancen verhauten, konnte der Rückstand nicht entscheidend reduziert werden. Den einzigen Treffer des Mitteldrittels erzielte Nico Toff – 2:6.

Aufholjagd endete in hitziger Schlussphase

Im dritten Abschnitt gelang dann die Aufholjagd: Antonin Vesely stellte auf 3:6, nach dem 3:7 folgte ein spektakulärer Doppelpack: Nico Toff versenkte einen satten Weitschuss, Gerd Gruber verwertete einen Konter in Unterzahl – 5:7 (50.). Doch letztlich stand das Schiedsgericht mit vielen umstrittenen Entscheidungen und die folgenden Streitereien im Mittelpunkt. Spieltechnisch ging nicht mehr viel – der Tullner Martin Fehringer traf 12 Sekunden vor Schluss zum 8:5 ins leere Tor.

m In der Schlussphase des Grunddurchgangs droht den Waldviertlern nun der Rückfall auf Rang vier, somit das Halbfinal-Duell gegen übermächtige Amstettner – beim entscheidenden Match am Freitagabend in Stockerau heißt also das Motto: Verlieren verboten!