Erstellt am 10. Dezember 2015, 03:03

von Christopher Eckl

Da ist mächtig was los. Das jahrelange Engagement der Nachwuchstrainer der Sportunion Zwettl trägt Früchte. Jede Woche trainieren rund 40 Talente am Parkett der Stadthalle. Montag nachmittags in der Zwettler Stadthalle.

Riesige Begeisterung herrscht jeden Montag beim Training der Nachwuchstalente der Sportunion Zwettl. Foto: SPU Zwettl  |  NOEN, SPU Zwettl

Wer glaubt, dass hier, wo am Wochenende die Bundesliga-Volleyballer der Union Waldviertel oder die Handballer des UHC Waidhofen/Thaya sportliche Höchstleistungen abrufen, gähnende Leere herrscht, täuscht sich. Im Gegenteil – es wurlt! Rund 40 Nachwuchs-Volleyballerinnen wirbeln hier wöchentlich unter der Anleitung der Trainer der Sportunion Zwettl übers Parkett.

„Wissen um die große Wertigkeit des Sports“

Die Begeisterung kommt nicht von ungefähr, denn die SPU legt schon seit vielen Jahren das Hauptaugenmerk auf die Nachwuchsarbeit. „Wir wissen um die große Wertigkeit des Sports, besonders im Kindes- und Jugendalter“, erklärt Obmann Stefan Löschenbrand. „Wir wollen mit unseren Projekten den Kindern Spaß und die Freude an der Bewegung und am Volleyballsport vermitteln.“

Einen großen Anteil am Funktionieren des Projekts hat die seit Jahren bestehende und sich bestens bewährte Kooperation mit dem Gymnasium Zwettl. Alleine 25 motivierte Erstklässlerinnen zählt der Nachwuchstrainer Tobias Rudig in seiner montäglichen Einheit. „Das Gymnasium Zwettl ist für uns ein perfekter Mitspieler“, lobt Rudig, der auch die Volleyballerinnen des SPU-Landesligateams unter seinen Fittichen hat.

Mit großer Freude sehen die Funktionäre der Sportunion auch die von der Bundesregierung beschlossene Maßnahme, ab 2016 Bewegungscoaches und Sportfreizeitpädagogen in die Schulen zu bringen.

Zusatzausbildung: „Endlich zieht die Politik nach“

Trainern und Instruktoren wird es nach einer dreimonatigen Zusatzausbildung möglich sein, ihr Wissen einzubringen und neue Bewegungsangebote für Jugendliche zu schaffen. „Endlich zieht die Politik nach“, freut sich Rudig, „damit die Nachwuchsarbeit in Vereinen weiterhin so gut funktionieren kann, wie bei uns, brauchen wir die schulische Unterstützung.“

Gesichert wird das Nachwuchsprojekt der SPU durch die ehrenamtliche Arbeit des Trainerteams. Fest im Betreuerteam verankert ist auch Beachvolleyball-Europameisterin Doris Schwaiger-Robl. Sie hat jüngst gemeinsam mit ihrem Ehegatten Paul Robl und Ex-Bundesliga-Volleyballer Michael Stiermaier die zweite Stufe der Trainerausbildung mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen.