Erstellt am 01. Juni 2016, 05:15

von Christopher Eckl

Die Ruhe bewahren. Beachvolleyball / Nach dem Quali-Aus in Moskau haben Schwaiger und Hansel noch zwei Gelegenheiten, um Punkte für Olympia zu sammeln. Einmal Moskau und retour für ein einziges Match, die Qualifikationspartie gegen das US-Duo Lane/Summer (16:21, 12:21).

Gegen Summer Ross (li.) und Lane Carico aus den USA zogen Stefanie Schwaiger (re.) und Barbara Hansel in Moskau den Kürzeren.  |  NOEN, Foto: FIVB

Einmal Moskau und retour für ein einziges Match, die Qualifikationspartie gegen das US-Duo Lane/Summer (16:21, 12:21). Außer Spesen also in der Vorwoche nix gewesen für Stefanie Schwaiger und ihre Tour-Partnerin Barbara Hansel. Klar, dass die Bilanz Schwaigers negativ ausfiel: „Das war nicht unser bester Tag, wir waren zu fehleranfällig. Es war aber eine Partie, die wir gewinnen hätten müssen.“

Etwas verwunderlich: Nach vier Top Ten-Ergebnissen in Serie muss das ÖVV-Spitzenduo noch immer in die Qualifikation. Grund dafür ist eine Regeländerung aus dem Vorjahr, wonach die Top Teams bei Open-Turnieren keine Punkte im Technical Ranking (in dem die besten sechs Ergebnisse eines Jahres einfließen) verlieren können. Die nicht fix qualifizierten Mannschaften aber schon. „Als Quali-Team ist man dadurch schwer benachteiligt. Wir bräuchten praktisch vier Semifinal-Einzüge, um uns die Quali zu ersparen“, erklärt Schwaiger. Damit verkomme der Beachvolleyball-Sport immer mehr zur geschlossenen Gesellschaft. „Vor allem für neue Teams ist es jetzt beinahe unmöglich, reinzukommen.“

Reinkommen möchten Schwaiger und Hansel auch bei den Olympischen Spielen in Rio. Aktuell fehlen auf einen Qualifikationsplatz 660 Zähler. Zwei Turniere stehen vor Annahmeschluss noch auf dem Programm: Die dieswöchige Europameisterschaft in Biel/Schweiz (ab heute) und das Major-Turnier von Hamburg.

Masters in Hamburg statt Turnier in Baden

Bei der EM ist das Ziel für die Großglobnitzerin sonnenklar: „Wir wollen unter die besten Fünf!“ Denn ab diesem Rang können Punkte fürs Olympic Ranking gutgemacht werden. Eine Woche später geht’s nach Hamburg. Für das Major lässt das ÖVV-Duo auch das CEV Satellite in Baden sausen. „Nicht dabei zu sein tut weh, aber wir müssen uns auf die Olympia-Quali konzentrieren“, so Schwaiger.

Den Taschenrechner will man bei den kommenden Turnieren, trotz des nervenaufreibenden Qualifikationsrennens, nicht dauernd zur Hand nehmen. „Wir machen uns von der Punkterechnerei nicht panisch, konzentrieren uns voll auf die nächsten zwei Turniere.“ Klappt die Qualifikation übers Ranking nicht, gäbe es schließlich immer noch die Möglichkeit, sich über den Continental-Cup einen Quotenplatz zu erspielen. Der Bewerb wird zweistufig ausgetragen – Turnier eins startet am 23. Juni in Stavanger/Norwegen.