Erstellt am 30. September 2015, 05:22

von Mathias Schuster und Christopher Eckl

Echsenbach kämpft St. Martin nieder. „Echsen“ liegen zwei Mal zurück, siegen trotzdem. Auswärtsschlappen für Gerungs und Schweiggers.

Derbyschreck. Bartek Forc (li., im Duell mit Daniel Haumer) traf beim 3:2 gegen St. Martin doppelt. Die »Echsen« haben damit sieben ihrer bisherigen acht Punkte gegen Teams aus dem Waldviertel erobert. Foto: Eckl  |  NOEN, Christopher Eckl

HARTL HAUS - ST. MARTIN 3:2. Das Derby begann fetzig, an eine Abtastphase dachten beide Teams nicht. Bereits in Minute fünf zeigte Schiri Thomas Rauschmayr auf den Punkt, als Alexander Klein im Strafraum bei Martin Meixner einfädelte. Mateusz Szczur trat zum Penalty an, haute das Leder flach ins linke Eck – 0:1.

„Vom frühen Gegentor haben wir uns aber nicht aus der Ruhe bringen lassen“, freute sich Hartl Haus-Coach Andreas Bachhofner Wurm. Sein Team kurbelte weiter, Michal Belej hämmerte das Leder kurz nach dem 0:1 an die Latte. Augenblicke später ging Mathias Weixelbraun auf der linken Seite durch, flankte zur Mitte. Dort stand Bartek Forc, der die Kugel volley genau unter die Latte zimmerte. Danach war für Spieler und Zuseher eine Verschnaufpause angesagt. Die war spätestens vorbei, als Michael Walter nach Stanglpass aus sieben Metern Entfernung ins lange Eck traf. Vor der Pause hatten die „Echsen“ aber erneut die passende Antwort parat: Michal Belej überlupfte St. Martin-Keeper Rene Kettinger aus 17 Metern.

Der Torschütze eröffnete den zweiten Durchgang mit einer vergebenen Topchance. Kurz darauf tanzte der Tscheche gleich zwei Gegenspieler aus, legte quer auf Forc, der gekonnt zum 3:2 einschoss (50.). Mit der erstmaligen Führung im Rücken spielten die Hausherren toll auf. Die letzten 35 Minuten bestritten die Hartl Häusler mit einem Mann mehr, weil Mateusz Jaskolski im Kopfball-Duell mit Weixelbraun den Ellbogen ausfuhr, dafür die zweite Gelbe sah. Bachhofner-Wurm: „Er ist ein wichtiger Spieler für St. Martin. Man hat von ihnen dann nicht mehr viel gesehen.“ Erblickt hat der Coach dafür, dass sein Team in der Schlussphase zwei Sitzer ausließ. „Da haben wir uns das Leben selber schwer gemacht.“

SIEGHARTSKIRCHEN - GROSS GERUNGS 0:3. Im Duell an der Spitze patzte Sieghartskirchen die weiße Weste des Tabellenführers erstmals an. Nach nur vier Minuten nutzten die Hausherren einen Abwehrfehler eiskalt aus, Michael Hummel traf ins lange Eck. Matthias Fichtinger schloss in der Folge eine Fuchs-Vorlage zu überhastet ab, im Gegenzug traf Adam Stredula, der nach einem Lattenschuss entscheidend nachsetzte (19.). Für die 3:0-Halbzeitführung sorgte Michael Mick mit einem Schlenzer aus 18 Metern (38.). „Drei Eigenfehler haben zu drei Toren geführt. Sieghartskirchen hat sonst nur einmal aufs Tor geschossen“, sprach der Gerungser Trainer Ante Plazibat.

Sein Team ließ nach der Pause zahlreiche Chancen liegen, Dominik Fuchs wirbelte dabei in gewohnter Manier über die linke Seite. „In den ersten 15 Minuten hätten wir vier Tore machen können.“ Doch Torhüter Muamer Hero wurde seinem Namen gerecht, Stefan Katzenschlager scheiterte aus der Distanz, Fichtinger per Kopf und Fuchs nach einem Sololauf.

WEISSENKIRCHEN - SCHWEIGGERS 5:0. Schon in der ersten Minute lief für die Gäste alles schief, Dieter Maringer fuhr beim Versuch des Abschlags am Ball vorbei und das Spielgerät rollte hinter die Torlinie. Die Gäste bäumten sich danach nur kurz auf, Michael Scherzer traf nach fünf Minuten von der Mittellinie auf den Querbalken, zwei Minuten später lenkte Weißenkirchen-Schlussmann Jürgen Markel einen Balek Schuss aus 20 Metern über seinen Kasten. „Dann war es plötzlich aus, es hat nichts mehr zusammengepasst“, sprach der Sportliche Leiter des USC, Thomas Reif. Tomas Zatloukal traf nach 21 Minuten zum zweiten Mal, Jaromir Grim legte per Strafstoß das 3:0 nach (38.). „Über den Elfer kann man streiten“, so Reif. Aus einem Ballverlust im Spielaufbau resultierte das 4:0 durch Mattias Hasengst (40.).

Die Hausherren verwalteten nach der Pause ihren Vorsprung, Lukas Strasser und Ronald Eigner vergaben Chancen auf den Ehrentreffer. Zatloukal flog der Ball nach einer starken Parade von Maringer direkt auf den Kopf – 5:0 (52.). Reif: „Das spiegelt in einer Situation das ganze Spiel wider.“

RAABS - ALTENWÖRTH 2:3. Nach unnötigem Foul von Stefan Hölzl stellte Markus Wurm per Penalty auf 0:1 (26.). Durch einen Doppelpack führten die Gäste 3:0, Florian Kranzl traf zum Anschluss (45.). Michal Stastny verwandelte einen Hands-Elfer sicher, sah dann für ein Foul am Keeper den roten Karton.