Erstellt am 06. April 2016, 06:04

von Christopher Eckl

Es geht um die Landeskrone. Ab Freitag spielen die Union Waldviertel und Amstetten um Platz drei und damit auch um die Vorherrschaft im niederösterreichischen Volleyball.

Die Union Waldviertel (Mitte: Trainer Zdenek Smejkal) will im Kleinen Finale der Austrian Volley League den neuerlichen Erfolg des Dauerrivalen aus Amstetten verhindern und sich selbst zum zweiten Mal in der Klubgeschichte zur drittbesten Mannschaft in Österreich küren.  |  NOEN, Michael Salzer

Wenn es um Platz drei in der Austrian Volley League geht, hat das Duell Union Waldviertel gegen Amstetten schon Tradition. In bester Erinnerung ist der URW das erste Aufeinandertreffen dieser Art: 2012 setzten sich die Waldviertler mit 2:1 in der Serie durch und erzielten damit das beste Endresultat in der Klubgeschichte. Im letzten Jahr hatten die Amstettner ihre Nasen ganz knapp vorne.

Wer diesmal den prestigeträchtigen Kampf um die Vormachtstellung in Volleyball-Niederösterreich gewinnt, scheint wieder ziemlich offen zu sein. „Für mich sind beide Teams gleich stark. Ich glaube, dass die Serie über die volle Distanz gehen wird“, blickt URW-Manager Werner Hahn voraus. Nachsatz: „Daheim wollen wir natürlich vorlegen. Hoffentlich sind da wieder alle gesund.“

Gemeint ist die Eröffnungspartie der Best of Three-Serie am Freitag (19 Uhr) in der Zwettler Stadthalle. Unbedingt zurückgreifen möchte man dabei auf den routinierten Mittelblocker Petr Calabek. Der Tscheche spielte in drei Halbfinal-Partien gegen Hypo Tirol wegen Knieschmerzen keinen einzigen Ballwechsel. „Die Probleme ziehen sich seit dem Beginn des Playoffs durch. Jede Woche bin ich beim Orthopäden und lasse mir Wasser aus dem Knie entfernen“, gibt „Cabo“ einen Einblick in seine Leidensgeschichte. Nach längerer Trainingspause startete er am Montag wieder durch – und möchte am Freitag unbedingt am Court stehen: „Wenn es irgendwie oder nur ein bisschen geht, möchte ich mir dieses Spiel auf keinen Fall entgehen lassen.“

Muss Trainer Smejkal  beim NÖ-Derby passen?

Fehlen könnte an der Seitenlinie Coach Zdenek Smejkal. Er wurde in der Vorwoche mit Herzproblemen ins Landeskrankenhaus Zwettl eingeliefert. Der erste Verdacht auf Herzinfarkt hat sich glücklicherweise nicht bestätigt. Der Tscheche muss aber noch mindestens bis Mittwoch in stationärer Behandlung bleiben.

Muss „Smejk“ am Freitag passen, so wird Co Peter Hiemetzberger das Trainerzepter schwingen. Der langjährige Libero der URW kennt den Schlüssel zum Erfolg gegen den VCA: „Alles steht und fällt mit dem Service. Da müssen wir konstant bleiben und den Druck konsequent hochhalten.“