Erstellt am 04. November 2015, 05:22

von Christopher Eckl

„Es ist noch nicht vorbei“. Beachvolleyball / Trotz einer insgesamt durchwachsenen und nervenaufreibenden Saison glaubt Stefanie Schwaiger weiter an die direkte Qualifikation für Olympia 2016. Das erste volle gemeinsame Beach-Jahr von Stefanie Schwaiger mit Barbara Hansel war nicht immer olympiareif.

Im Sommer war bei Steffi Schwaiger (im Bild) und Partnerin Barbara Hansel Sand im Getriebe, zuletzt zeigte der Trend aber nach oben.  |  NOEN, Foto: FIVB

Das erste volle gemeinsame Beach-Jahr von Stefanie Schwaiger mit Barbara Hansel war nicht immer olympiareif. Vielmehr glich die Saison einem olympischen Ring – sie hatte nämlich ein Loch in der Mitte. Anfang und Ende des 15er-Jahres verliefen voll nach Plan. „Wir waren gleich beim zweiten Turnier (Anm.: Luzern Open im Mai) wirklich sehr gut unterwegs, sind im Halbfinale gestanden“, blickt Steffi Schwaiger im NÖN-Interview zurück.

Vier tolle Auftritte am Ende der Saison

Bei den letzten vier Strand-Events landete das ÖVV-Gespann ebenso oft in den Top Ten. „Da haben wir gezeigt, dass wir es ja doch noch können“, schmunzelt die Großglobnitzerin. Im Hochsommer legten Schwaiger/Hansel dafür gleich vier Kurzauftritte hin, scheiterten in Moskau, Yokohama, Long Beach und Olsztyn an der Qualifikation für den Hauptbewerb. Diese Quali-Mühle beschreibt die 29-jährige als nervenaufreibend: „Das ist beinhart. Du fliegst zu einem Turnier hin, hast nur diese eine Chance und immer den Druck wegen der Olympia-Quali im Kopf.“

Naturgemäß überschattete Rio 2016 die ganze Saison. Das heimische Beach-Paradeduo legte eine regelrechte Monsterspielzeit hin, startete bei 17 Bewerben, die für das Olympic Ranking in Betracht kommen. Der Erfolg war mäßig – auf einen Fixplatz am Zuckerhut fehlen derzeit 524 Punkte. „Unser Ziel war, dass wir uns schon heuer qualifizieren. Das haben wir klar nicht geschafft. Unsere Chance ist aber noch nicht vorbei. Wir starten bis zum Sommer noch bei vielen Turnieren.“ „Abgabeschluss“ für das Ranking ist der 12. Juni 2016 – dann kommen die zwölf besten Ergebnisse des Spieljahres 2015 und der Halbsaison 2016 in die Wertung. Schwaiger: „Da haben wir derzeit noch viele Resultate drinnen, die wir uns verbessern können.“ Über den Umweg eines Quotenplatzes nach Rio zu fahren, daran will die Waldviertlerin noch nicht denken: „Das spielt, wenn überhaupt, erst nach dem 12. Juni eine Rolle.“

2016 wird ein Schlüsseljahr für Schwaiger/Hansel. Darum ist die Winterpause kurz wie nie: Bereits in zwei Wochen startet das Duo mit Kraft- und Ausdauertraining, auch in der Zwettler Beachhalle wird wieder geschwitzt. Schon am 26. Jänner erfolgt das erste Service auf der FIVB-Tour in Viktoria/Brasilien. „Das ist sehr früh, ein Wahnsinn. Wir werden aber starten – und hoffen, dass sich einige andere Teams den zeitigen Saisonauftakt ersparen.“