Erstellt am 08. September 2015, 08:57

von Mathias Schuster und Christopher Eckl

Gerungser lachen von Tabellenspitze. Plazibat-Elf sicherte sich gegen Zwentendorf den ersten Platz. Schweiggers bezwang den Vizemeister.

So jubelt der Tabellenführer! Die Kicker des USV Groß Gerungs (von links: Hannes Katzenschlager, Stefan Katzenschlager, Christoph Tauber, Dominik Fuchs, Sebastian Kitzler, Matthias Fichtinger, Jan Pastyrik) besiegten Zwentendorf mit 2:1 und halten nach vier Spieltagen beim Gebietsliga-Spitzenwert von zehn Punkten (mehr auf den Seiten 78/79).  |  NOEN, Christopher Eckl

GROSS GERUNGS - ZWENTENDORF 2:1. „Das ist besser als umgekehrt“, lachte Gerungs-Coach Ante Plazibat angesichts der Momentaufnahme nach Runde vier.
Die Hausherren dominierten Zwentendorf vor der Pause, ließen nur wenig zu und kamen durch Matthias Fichtinger, nach Stanglpass von Dominik Fuchs, in Minute 27 zur Führung. Ein weiterer Treffer wurde den Heimischen kurz vor der Pause aufgrund einer Abseitsstellung aberkannt. „Und einen Haufen Chancen haben wir auch vergeben. Fuchs, der heute unglaublich gespielt hat, hätte alleine vier Tore machen können“, so Plazibat.


Ahmed Salami wurde nach 46 Minuten wegen zu heftiger Kritik ausgeschlossen, ehe Martin Maly nach Fuchs-Vorlage das 2:0 erzielte. Plazibat: „Die Rote hat uns nicht gut getan, da waren wir dann zu locker.“ Durch einen Freistoßtreffer ins Tormann-Eck durch Roland Dancs kamen die Gäste auf 2:1 heran (61.), weitere Chancen hatten aber nur die Gastgeber. Fichtinger schloss in guter Position überhastet ab, Fuchs setzte das Leder alleine vor Keeper Manuel Fries zweimal neben das Tor.

SCHWEIGGERS - REHBERG 1:0. Nach der knappen und unglücklichen Niederlage in Sieghartskirchen erlebte die Primus-Elf gegen den nächsten Titelanwärter ein ähnliches Spiel. „Diesmal aber mit dem besseren Ende für uns. Von den Chancen her auch allemal gerecht“, stellte Thomas Reif, Sportlicher Leiter der Hausherren, fest.

Die erste Hälfte war geprägt vom Abtasten beider Teams, Müllner scheiterte mit einem Schuss an der Latte, auf der Gegenseite parierte Maringer einen Freistoß.

Vladimir Balek gelang sieben Minuten nach Seitenwechsel das Goldtor, der Legionär wurde nach einem Ballgewinn ideal von Thomas Steinbauer bedient und schob die Kugel am Keeper vorbei. „Wir hätten dann den Sack zumachen sollen. So haben wir noch ein wenig gezittert“, so Reif. Einen Stanglpass von Ronald Eigner jagte David Liebenauer aus fünf Metern übers Tor, wenig später traf Steinbauer an die Stange. Maringer hielt den Hausherren mit zwei starken Paraden die drei Punkte fest.

HORN II - HARTL HAUS 3:2. Schon nach 10 Minuten wurde Gäste-Spielertrainer Andreas Bachhofner-Wurm zum Pechvogel. Er rutschte ihn einen strammen Schuss der Hausherren und fälschte das Leder für Keeper Tobias Mittag unhaltbar ins eigene Gehäuse ab. In Folge diktierten die Horner die temporeiche Partie. „Sie waren sehr viel in Bewegung, haben den Ball schön laufen gelassen“, meinte Bachhofner-Wurm anerkennend. Verdient sei daher das 2:0 knapp vor der Pause gewesen. Es resultierte aus einer flach abgespielten Ecke, Sally Preininger verwandelte aus acht Metern direkt. Nachdem Preininger kurz nach Seitenwechsel einen Ballverlust der „Echsen“ mit einem Kontertor bestrafte, schien die Partie durch zu sein.

Nach einer guten Stunde fand ein abgefälschter Schuss von Bartek Forc den Weg in die Maschen – nur noch 3:1. Etwas später sah Thomas Augustin für ein Foul an Forc die zweite Gelbe. Kurz vor Schluss verstaute Ales Pacak die Kugel nach einem schönen Alleingang im langen Eck, danach ließ Belej eine Doppelchance auf den Ausgleich liegen. Die Gäste waren also am Ende dem Punktgewinn nahe. Geschuldet war dies aber nicht mehr der numerischen Überlegenheit. Denn Martin Meixner hatte schon in Minute 85 wegen Kritik am Schiri die Ampelkarte gesehen und zumindest bei der Spieleranzahl auf Gleichstand gestellt.

ST. MARTIN - GRAFENWÖRTH 2:2. Die Spielanteile in Hälfte eins waren gleichmäßig verteilt, die zwei Gegentore aus Sicht der St. Martiner vermeidbar. Florian Höbarth wurde aus kurzer Distanz angeschossen – Eigentor. Einen Abspielfehler in der Vorwärtsbewegung nutzten die Gäste zum 2:0. Nach dem Anschlusstreffer durch Kapitän Karl Heinz Fessl bekamen die Lainsitztaler einen umstrittenen Elfer zugesprochen, den Mateusz Sczcur verwandelte.

RAABS - WEISSENKIRCHEN 0:3. Raabs war die spielbestimmende Mannschaft, kassierte aber drei Kontertore. Goalgetter Marek Fukan scheiterte dreimal am starken Gäste-Keeper Jürgen Markl, Florian Kranzl setzte einen Kopfball knapp neben das Tor. Einmal landete der Ball im Gästetor, Fukan stand aber im Abseits.