Erstellt am 07. Oktober 2015, 05:57

von Christopher Eckl

Haider-Maurer: „Besonderes Match“. Andreas Haider-Maurer blickt auf seinen Erstrunden-Sieg über den Weltranglisten-16. Jo-Wilfried Tsonga zurück.

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NÖN: Gratuliere zum Auftaktsieg beim ATP-500-Turnier von Peking. Jo-Wilfried Tsonga (Anm.: der Franzose ist die Nummer 16 der ATP-Weltrangliste) in zwei Sätzen geschlagen – einer der schönsten Momente in Ihrer Karriere?
Andreas Haider-Maurer: Ja, das ist ganz speziell. Es war von Anfang an ein besonderes Match, am Center Court, vor sehr vielen Zuschauern. Wenn einem solche Namen wie Tsonga gegenüberstehen, ist man natürlich nervös, will zeigen, was man kann. Das ist mir sehr gut gelungen.

Was waren aus Ihrer Sicht die entscheidenden Faktoren für den insgesamt vierten Sieg über einen Top-20-Spieler?
Ich bin sehr gut gestartet, habe aber dann ein sehr blödes Break kassiert. Tsongas stärkste Phase habe ich gut überstanden, dann ist mir selber alles aufgegangen. Anfang des zweiten Satzes hat Tsonga dann noch einmal richtig gut gespielt. Ich habe aber von der Grundlinie voll mitgehalten, meine Punkte gemacht. Ich glaube, das hat ihn ein bisschen überrascht. Das Break zum 3:2 war dann die Vorentscheidung.

Im Achtelfinale wartet nun der US-Amerikaner Jack Sock. Was ist da drinnen?
Er steht in der Weltrangliste auf Position 30, mit Tendenz nach oben. Außerdem ist er auf Hardcourt sehr stark. Ich bin auf jeden Fall wieder in der Außenseiterrolle, die liegt mir aber.

Zuletzt in Shenzen/China lief es für Sie nicht ganz so gut, gegen den Italiener Simone Bolelli war in Runde eins Endstation. Wie groß war die Enttäuschung darüber?
Bei dieser Niederlage hatte ich mir nicht recht viel vorzuwerfen, von dem her war die Enttäuschung nicht allzu groß. Generell habe ich zuletzt nur gegen Top-Spieler verloren. Zum Beispiel in St. Peterburg gegen Dominic Thiem, der gegen mich wirklich eine Super-Leistung gebracht hat.