Erstellt am 01. Juni 2016, 05:15

von Michael Salzer

Kugler ist die fünfte Kraft. Bei der Stihl Timbersports Champions Trophy in St. Johann/Tirol hat sich Armin Kugler direkt hinter der Weltspitze auf Rang fünf eingereiht.

Extremsport in luftiger Höhe: Armin Kugler war mit der Motorsäge, Axt und Zugsäge nur um ein paar Sekunden langsamer als die besten Vier.  |  NOEN, NÖN

Ein Waldviertler ist die aktuelle Nummer fünf unter den stärksten Holzsportlern dieser Welt und der zweitbeste Europäer: Armin Kugler!
Ermittelt wurde diese Reihung bei der Stihl Timbersports Champions Trophy in luftiger Höhe, konkret auf der Harschbichl-Alm, in 1700 Metern Seehöhe oberhalb von St. Johann in Tirol.

Dort lieferten sich die acht nominierten Sportholzfäller aus Kanada, Neuseeland, Australien, Frankreich, Tschechien, der Schweiz, Deutschland und Österreich einen Kampf der Giganten: In jeweils zwei Axt- und Sägedisziplinen zerlegten die Top-Athleten vier Baumstämme innerhalb kürzester Zeit – die Schnellsten benötigten dafür nur eine Minute und ein paar Sekunden.

Armin Kugler – der amtierende Eurojack-Europameister kommt aus Steinbach bei Schrems, war Schüler am Edelhof bei Zwettl und ist das große Aushängeschild des Vereins Eurojack Austria in Langschlag – zeigte schon in der Qualifikation am Vorabend, dass er mit der Welt-Elite mithalten kann, landete auf Rang fünf. Somit musste er im Viertelfinale des Hauptbewerbs am Donnerstag (Fronleichnam) gegen Marcel Dupuis antreten.

Der am Ende drittplatzierte Kanadier war in allen Disziplinen um das gewisse Etwas schneller und stärker, setzte sich souverän durch. Somit war Armin Kugler in seiner „Liga“ angelangt: Hinter den großen Vier des Holzsports und im Duell mit Christophe Geissler legte er die Spitzenzeit (1:20 Min.) hin und landete auf Rang fünf im Endklassement.

„ Das Resultat passt voll und ganz zu meiner Leistung – mehr ist momentan nicht drin. Mein großes Ziel war es, nicht Letzter zu werden. Dass es jetzt der fünfte Platz geworden ist, vor dem heimischen Fans, freut mich schon sehr.“

Der stämmige Australier Brayden Meyer lieferte im Semifinale mit 1:03 Minuten die Bestzeit des Wettkampfs. Im Finale wurde es besonders spannend: Im Match gegen Jason Wynyard lag Meyer stets hauchdünn vorne, setzte sich letztlich am Standing Block Chop mit nur einem Axthieb Vorsprung durch.