Erstellt am 17. Februar 2016, 05:49

von Christopher Eckl

Im Gatsch zu Gold. Bei der WM in Zeltweg trotzte „Iron Alex“ Frühwirth den schwierigen Bedingungen und holte sich den Altersgruppen-Sieg.

Alexander Frühwirth verausgabte sich bei der Wintertriathlon-WM in Zeltweg voll und lief in der Altersklasse M45 zum Titel.  |  NOEN, Foto: Christopher Eckl
So richtig hintrainiert hat Alexander Frühwirth auf die Wintertriathlon-WM in Zeltweg nicht. Eher stand bei ihm in den letzten Monaten Langstreckentraining auf Lauf- und Radstrecke auf dem Programm. Daher sagte er vor zwei Wochen auch ab, als er das Angebot bekam, bei der WM im Elite-Nationalteam zu starten.

Die Leistung, die „Iron Alex“ am Sonntag in der Steiermark ablieferte, war aber dann trotzdem sehr elitär. In einer Zeit von 1:06:55 Stunden holte er sich mit zwei Minuten Vorsprung auf Landsmann Gottfried Leherbauer den WM-Titel in der Altersklasse M45! „Das kommt für mich überraschend, ist aber super. Weltmeister wird man ja nicht alle Tage“, strahlte der Kirchberger im NÖN-Gespräch.

Der Weg zum Überraschungs-Gold war ein zäher. Auf der anfänglichen 7,2 Kilometer-Laufstrecke spielte Frühwirth seine Routine aus. „Ich bin es verhalten angegangen, habe in der zweiten Runde dann aufs Tempo gedrückt.“ Bei einsetzendem Regen ging‘s danach auf die neun Kilometer lange Mountainbike-Strecke. Dort spielten sich gatschige Szenen ab.

„Der Boden war extrem tief. Ein Teilstück ging über ein Kukuruz-Feld, da bin ich in der letzten Runde dann nur mehr mit Schwung durchgekommen“, schildert der frischgebackene Weltmeister, der auf dem von Peter Horner ausgeborgten Drahtesel unterwegs war. Fazit des Radbewerbes? „Das habe ich irgendwie überlebt!“ Viel leichter ging es ihm im abschließenden Langlauf-Bewerb von der Hand. Auf den 6,4 Kilometern lief Frühwirth mit der mit Abstand schnellsten Skating-Zeit seiner Altersklasse zur Goldmedaille.