Erstellt am 04. November 2015, 05:27

von Christopher Eckl und Michael Salzer

Klagenfurter auch kein Gradmesser. Austrian Volley League / Union Waldviertel bändigte die Löwen vom Wörthersee ohne Kratzer. Nun folgt eine englische Woche. KLAGENFURT - WALDVIERTEL 0:3. Drei Spiele, drei 3:0-Erfolge – die Volleyballer der Union Raiffeisen Waldviertel haben

Schwarze Dressen, weiße Weste. Neuzugang Dawid Siwczyk (hinten Mitte) hielt wiederum, was sich der URW-Vorstand von ihm versprochen hat. Der Pole zeigte beim 3:0-Auswärtssieg der Waldviertler in Klagenfurt mit einer Angriffsquote von 75 Prozent auf. Kapitän und Zuspieler Michal Peciakowski (hinten links) hat mit ihm nun eine bärenstarke Anspielstation in der Mitte.  |  NOEN, Salzer

KLAGENFURT - WALDVIERTEL 0:3. Drei Spiele, drei 3:0-Erfolge – die Volleyballer der Union Raiffeisen Waldviertel haben ihren perfekten Saisonstart im BSH-Sportpark zu Klagenfurt fortgesetzt.

Obwohl die Gäste auf totale Rotation setzten, mit Ausnahme von Petr Calabek (Schulterverletzung) die weiteren zehn mitgereisten Spieler einsetzten, gelang der klare Auswärtssieg mit insgesamt 75:49 Punkten. Aus dem starken Waldviertler Kollektiv ragte diesmal der US-Routinier Dan Kellum hervor. Er war mit zwölf Punkten der Topscorer – was aber noch mehr beeindruckte, waren seine tollen Annahmen.

Im ersten Durchgang trauten die Statistiker ihren Augen kaum, als bei der URW in der Spalte „positive Annahmen“ ein Wert von 100 Prozent eingetragen wurde. „Dan hat das gut gemeistert, hat mit seiner Routine wirklich toll angenommen. Da ist das Spiel dann sehr einfach“, erklärte Co-Trainer Calabek. Auch in den folgenden Abschnitten fiel die Annahme-Leistung kaum ab, diese war der Schlüssel zum glasklaren Erfolg am Wörthersee.

Jetzt kommen die echten Prüfsteine!

Ist das neue Team also folgerichtig stärker als das vorige? „Dazu kann ich jetzt noch nicht viel sagen“, blieb URW-Sportleiter Werner Hahn vorsichtig. „Die Gegner, speziell die Weizer, waren ja nicht so stark wie erwartet.“

In den kommenden Tagen steht die „URW neu“ so richtig auf dem Prüfstand. Am Samstag (19 Uhr) gibt sich die SG Bisamberg/hotVolleys ein Stelldichein in der Zwettler Stadthalle. „Da sind wir in der Favoritenrolle“, so Co-Trainer Calabek. Der neuformierte Gegner ist für ihn noch ein unbeschriebenes Blatt. „Ich kenne nur drei von ihnen. Wir müssen uns ihre Spiele auf Video anschauen.“

Nach der Samstag-Partie geht es im ORF-Livespiel am Montag (20.20 Uhr) in Amstetten zur Sache. Und nur weitere 48 Stunden später wartet der Europacup-Kracher in Amriswil/Schweiz. Calabek: „Drei Spiele in fünf Tagen sollten kein Problem sein. Wir müssen weiterhin rotieren und die Last auf mehrere Spieler verteilen.“