Erstellt am 15. Juni 2016, 01:50

Kraft war in Grafenschlag gefragt. Tiefer Boden und heftiger Regen verlangten Bikern aus neun Nationen rund um Grafenschlag alles ab.

Den Teilnehmern der Mountainbike-Orienteering-Bewerbe in Grafenschlag (im Bild: Roman Danek) wurde auf den Routen rund um Grafenschlag nichts geschenkt. Foto: privat  |  NOEN, privat

Das vergangene Wochenende stand im Raum Grafenschlag ganz im Zeichen des Mountainbike-Orienteering-Sports. Insgesamt 317 Biker aus neun Nationen standem am Start. Der Bewerb wurde zur hochinteressanten Standortbestimmung für die WM in Portugal in fünf Wochen.

Das Terrain erwies sich dabei als anspruchsvoll. Das feuchte Wetter der letzten Wochen und heftige Regenschauer während beider Rennen machten die Forststraßen zu tiefen, morastigen Wegen. Kraft und Kondition waren daher gefragt, wollte man vorne dabei sein.

Im Weltranglistenbewerb behielt am Samstag bei den Herren der Russe Ruslan Gritsan vor Tobias Breitschädel (ASKÖ Henndorf) die Oberhand. Breitschädel sicherte sich damit den Staatsmeistertitel über die Mitteldistanz. Auf Gesamtrang drei landete Andreas Waldmann (OLT Transdanubien). Bei den Damen heimste Marina Reiner (NF Villach) beide Titel ein.

Zweite wurde die Litauerin Karolina Mickeviciute-Juodisiene, knapp gefolgt von der Niederösterreicherin Michaela Gigon. Tags darauf schlugen die heimischen Herren zurück. Erster wurde diesmal Waldmann vor dem Tschechen Vojtech Stransky und Kevin Haselsberger (NF Villach). In der Damenwertung setzte sich wieder Marina Reiner durch. Sie siegte diesmal vor der Slowakin Stanislava Fajtova und Laura Scaravonati aus Italien.

Ein großer Gewinner des gesamten Wochenendes war auch das Veranstalterteam des Orientierungslaufzentrums Union Waldviertel. Unterstützt durch die OL-Gruppe Wien, wurden wichtige Erfahrungswerte für die nahenden Großereignisse (Weltcup 2017 und Weltmeisterschaft 2018) im Raum Grafenschlag dazu gewonnen.