Erstellt am 22. Juni 2016, 05:20

von Christopher Eckl

Länderduell um Olympia. Nach überstandener Knieverletzung spielt Stefanie Schwaiger mit Barbara Hansel in Norwegen um die letzte Chance auf die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro.

So ausgelassen wollen Barbara Hansel (li.) und Stefanie Schwaiger auch nach dem Conti-Cup in Stavanger/Norwegen jubeln.  |  NOEN, Foto: FIVB
Eigentlich wollten sich Stefanie Schwaiger und Tourpartnerin Barbara Hansel ja über das Olympic-Ranking für die Spiele in Rio qualifizierten. Klappte nicht, am Ende fehlten 710 Punkte (die NÖN berichtete).
Nun soll die Hintertür nach Brasilien aufgehen – ab heute (Auftaktduell gegen Griechenland) kämpfen die Großglobnitzerin und die Salzburgerin beim Continental Cup in Stavanger/Norwegen Seite an Seite mit ihren Teamkolleginnen Katharina Schützenhöfer und Lena Plesiutschnig. Es geht gegen 15 andere Nationen und um einen Olympia-Quotenplatz für Österreich. Den erhält der Sieger des Turniers in Stavanger.

Die zweit- und drittplatzierten Nationen spielen ab 6. Juli beim World Continental Olympic Qualification Tournnament in Sotchi/Rußland um zwei weitere Plätze. Die Erfolgsaussichten des Österreich-Quartetts könnten aber größer sein. Das Problem: Plesiutschnig verletzte sich beim CEV-Turnier in Baden an der Schulter, ist nicht ganz fit. „Im schlimmsten Fall sind wir auf uns alleine gestellt“, blickt Schwaiger voraus. Der Austragungsmodus würde erlauben, dass Schwaiger/Hansel den ÖVV im Alleingang zum Sieg spielen. Denn: ein Duell besteht aus mindestens zwei Spielen, die jeweils zwei Mannschaften pro Nation bestreiten. Steht‘s danach Remis, tritt ein Team zum Entscheidungsmatch an.

Auf die eigene körperliche Fitness kann Schwaiger in Norwegen auf alle Fälle bauen. Die Knieverletzung, wegen der sie und Hansel zuletzt das Major-Turnier von Hamburg sausen ließen, beeinträchtigt die Waldviertlerin nun nicht mehr. „Die Pause war auch eher eine Vorsichtsmaßnahme. Ich habe gefürchtet, dass es schlimmer wird, wenn ich spiele. Das wäre blöd für den Conti-Cup gewesen.“

Im Erfolgsfall muss der Verband entscheiden

Sollten die heimischen Damen in Stavanger den Turniersieg einfahren, stellt sich die Frage, wer den österreichischen Quotenplatz für die Spiele in Rio erhält. Schwaiger: „Das muss alleine der Verband entscheiden.“ Die beste Ausgangsposition dafür haben Schwaiger/Hansel als klare ÖVV-Nummer-eins in der Weltrangliste aber jedenfalls...