Erstellt am 19. Mai 2016, 05:04

von Christopher Eckl

Laister: „Das war so, wie im Motorsport“. Bei widrigen Wetterverhältnissen holte sich Christoph Laister den dritten Laufcup-Erfolg in Serie.

Christoph Laister dominierte auch den Ottensteiner Seelauf, bleibt im Cup heuer ungeschlagen.  |  NOEN, Eckl
Der Stausee Ottenstein zeigt sich am Pfingstmontag von seiner ungemütlichen und rauen Seite. Starker Regen prägte den Hauptbewerb, hinzu kamen gar nicht frühlingshafte Temperaturen von nur 4 Grad. Damit war es sogar kälter als bei der letzten Auflage des Gmünder Silvesterlaufs.

Dem 270 Läufer starken Teilnehmerfeld wurde also alles abverlangt. Am besten kam mit den widrigen Bedingungen Christoph Laister zurecht. Er lief nach 30:27 Minuten im Ziel in Rastenfeld ein und hatte die Sonne im Gepäck – ab dem Eintreffen des Siegers hörte nämlich auch der Regen auf.

Laister gewann zum dritten Mal in Folge bei einem Cup-Lauf. Und das, obwohl sein Antritt am Tag vor dem Rennen noch unter keinem guten Stern stand. „Ich habe die ganze letzte Woche mit einer Verkühlung und einer Bindehautentzündung gekämpft. Gestern hatte ich noch sehr schwere Beine“, erklärte der aus Langschlag stammende ULC Horn-Läufer im Ziel.

Auf den neun Kilometern rund um den Stausee lief es dann aber ausgezeichnet – und das, obwohl er mit Asphaltschuhen, also ohne Spikes, am teils gatschigen Boden ins Rennen ging.

Mit 21 Sekunden Rückstand auf ersten Platz

„Man muss in den Kurven Tempo rausnehmen und dann wieder Gas geben. Das war fast so, wie im Motorsport“, erklärte Laister grinsend seine Herangehensweise.

Nur geringfügig weniger PS als der Burgschleinitzer brachte Philipp Gintenstorfer auf die Laufstrecke. Er belegte mit 21 Sekunden Rückstand auf Laister wie in Gars Rang zwei. Den dritten Platz am Stockerl sicherte sich der Georgenberger Jürgen Hable (ULC Horn).

Auf einem bärenstarken fünften Rang lief Thomas Krapfenbauer. Er war damit erneut der stärkste Athlet des SC Zwickl Zwettl, blieb in dieser Wertung vor Vielläufer Alexander Bichl (8. Gesamt), der am langen Pfingstwochenende insgesamt sieben Wettkämpfe abspulte.

Bei den Damen zeigte Irmi Kubicka einmal mehr, dass ihr die Runde um den Stausee wie auf den Leib geschneidert ist. Die Athletin des LG Pregarten, die auch den Streckenrekord hält, siegte in 36:53 Minuten, verwies damit Siliva Preyser um 73 Sekunden auf den zweiten Rang. Anna Holzmann, die Gesamtsiegerin des letztjährigen Waldviertel-Cups, schnappte sich Platz drei.