Erstellt am 29. Oktober 2015, 00:32

von Christopher Eckl

Lockerer Erfolg am Premieren-Abend. Nach beeindruckendem ersten Satz ließen die Waldviertler gegen Weiz etwas nach, siegten dennoch 3:0.

Anton Menner (am Ball) und die Union Waldviertel, das passt perfekt zusammen! Der Neuzugang aus Graz war auch im zweiten Match der Topscorer am Spielfeld – und zeigte sich im anschließenden NÖN-Gespräch begeistert von der Atmosphäre in der neuen Stadthalle Zwettl.  |  NOEN, Michael Salzer

WALDVIERTEL - WEIZ 3:0.

Eine runderneuerte Zwettler Stadthalle, drei frische Gesichter in der Startformation der Waldviertler und ein völlig neuformierter Gegner – es war der große Abend der Premieren.

Die Hausherren ließen sich dabei nicht lumpen, zeigten in Satz eins eine Galaleistung. „Wir waren von Beginn an konzentriert. Im Vergleich zur Vorwoche in Enns ein genau umgekehrtes Bild“, freute sich der diesmal nur als Co-Trainer fungierende Mittelblocker Petr Calabek. Das Waldviertel-Sextett brauste am Parkett davon, war den Gästen in Durchgang eins in allen Bereichen überlegen.

Die logische Konsequenz: ein 25:14 für die URW. Im zweiten Durchgang ging‘s erst in der Tonart weiter. Dann wurden die Heimischen aber ineffizient. Die Angriffsquote rasselte von astronomischen 81 Prozent in Durchgang eins auf 50 Prozent herunter. „Wir haben zu locker begonnen. Spätestens bei 18:18 hab‘ ich mir Sorgen gemacht und gedacht, dass wir unbedingt was drauflegen müssen“, erklärte Neuzugang Anton Menner.

Zwei Asse aus dem Ärmel geschüttelt

Die Schubumkehr gelang, auch Satz zwei ging an die Causevic-Truppe. Noch spannender machte es die Union in Abschnitt drei. Nach der ersten technischen Auszeit lag man drei Punkte hinten, beim Stand von 12:11 für die Waldviertler schwang sich dann Menner zum Matchwinner auf. Der Ex-Grazer knallte seinen steirischen Landsleuten zwei Asse vor die Nase und sorgte so für die Vorentscheidung.

"Danach sind wir als Mannschaft wieder sehr ordentlich aufgetreten“, meinte der Topscorer der Partie, der seine Kollegen in schweren Phasen am Feld immer wieder motivierte, wie ein Führungsspieler wirkte. Als Leitwolf sieht sich Menner nicht, aber „ich bin ein sehr emotional.“ Starke Gefühle lösten auch die rund 500 Zuschauer in der Stadthalle bei ihm aus: „Das war irre! So etwas habe ich in Graz nicht einmal ansatzweise erlebt.“