Erstellt am 02. März 2016, 05:34

von Michael Salzer

Nach „Schupferei“ kam der Volleyball. Die Salzburger lagen zur ersten Auszeit voran, doch dann steigerten sich die Waldviertler kontinuierlich.

 |  NOEN, Michael Salzer

WALDVIERTEL - SALZBURG 3:0. Schon zwei Tage vor der Schlussrunde im Grunddurchgang waren alle Positionen vergeben: Mit dem 3:2-Erfolg im Krimi gegen Amstetten fixierten die Supervolleys OÖ den fünften Rang, sind somit der Gegner der Waldviertler in der ersten Playoff-Runde (Viertelfinale).

Somit wurde das abschließende Heimspiel gegen das Schlusslicht aus Salzburg zur „Exhibition“ – und diese wollten immerhin 300 treue Fans sehen. Die Waldviertler plagten sich zunächst mit dem unorthodoxen Spielstil der Gäste, die mit drei ständig wechselnden Aufspielern agierten, den starken Waldviertler Block mit dem Überraschungseffekt überwanden. Doch dann führten die ersten Erkenntnisse aus der Live-Analyse von Statistiker Martin Dirlinger zu den nötigen Umstellungen, die Sicherheitslücken wurden geschlossen. Die Hausherren schalteten in allen Bereichen um einen Gang höher, feierten am Schluss einen sicheren 25:20-Erfolg.

Live-Analyse führte zur perfekten Taktik

Mit dem Rückenwind agierten die Waldviertler immer kompakter, konsequenter und effizienter, gewannen die Partie mit insgesamt 75:45 Zählern glasklar. „Wir haben die Angriffe der Salzburger im ersten Satz analysiert, daraufhin den Block besser eingestellt“, erklärte Dirlinger die taktischen Hintergründe des Spiels. „Und in Summe waren unsere Annahmewerte (Anm.: den absoluten Spitzenwert erzielte Anton Menner mit 89 Prozent!) deutlich besser als jene der Salzburger.“ Man sei zunächst mit dem untypischen Spiel der Gäste nicht zurecht gekommen, fügte URW-Coach Zdenek Smejkal hinzu. „Das war nur so eine komische Schupferei. Aber im zweiten und dritten Satz haben wir wieder richtig guten Volleyball gezeigt.“