Erstellt am 22. September 2015, 10:01

von Michael Salzer

Nur einer ging durch. Nichts wurde aus dem angesagten Spitzenspiel. Die Entscheidung fiel aus einem prächtigen Bichelhuber-Weitschuss.

Mit seinem Traumtor zum 1:0-Erfolg sorgte der Leobendorfer Paul Bichelhuber (re.) für traurige Gesichter beim Zwettler Reserveteam (hinten) und für Kopfweh bei Verteidiger Christian Brunner (li.).  |  NOEN, Kevin Kada

LEOBENDORF - ZWETTL 1:0. Das Goldtor fiel in Minute 67: Nach Balleroberung im Mittelfeld zog der Leobendorfer Paul Bichelhuber aus rund 20 Metern ab, der Ball drehte sich an die Innenstange und landete im Zwettler Kasten. „Ein wunderschöner Treffer, den wir uns auch redlich verdient haben“, erklärt Leobendorf-Trainer Christian Prosenik erleichtert.

Zuvor waren die Leobendorfer verhalten gestartet, auch die Zwettler leisteten nur einen bescheidenen Beitrag – konkret: eine Chance von Gregor Schmidt und einen halbfertig gespielten Konter – zum prognostizierten Spitzenspiel. Auf der anderen Seite agierte SCZ-Schlussmann Martin Schlögl wieder einmal souverän, war bei den wenigen Möglichkeiten der Gastgeber zur Stelle.

Petrovic: „Das bringt mich auf die Palme!“

Zwettl-Coach Ljubo Petrovic nannte bei seiner Analyse die spielentscheidenden Faktoren: „Die Leobendorfer waren sicher im Spielaufbau, wir haben extrem viele Fehlpässe in der Vorwärtsbewegung gemacht.“ Noch mehr habe ihn die fehlende „Leidenschaft“ bei seinem Spielermacher-Duo geärgert – dies gipfelte im Doppel-Austausch von Matej Mitrovic und Thomas Müllner in Minute 79. „Die Zwei haben mich wirklich narrisch gemacht. Ich predige immer, dass wir mit ein, zwei Kontakten spielen sollen. Aber einige sind überheblich, halten den Ball viel zu lange, setzen es einfach nicht um. Das bringt mich auf die Palme!“ Sektionsleiter Harald Resch fügte hinzu: „Aus meiner Sicht war es eine typische 0:0-Partie. Hinten sind wir wieder gut gestanden, vorne waren wir zu zaghaft.“