Erstellt am 21. Oktober 2015, 04:12

von Michael Salzer

Perfektes Turnier der ÖFB-Elf. Die Waldviertlerin Evelin Kurz bleibt mit dem U17-Nationalteam nach drei Siegen beim Vier-Nationen-Turnier-Sieg in Kasachstan weiterhin voll auf Euro-Kurs.

Jubeltraube mit Waldviertlerin. Das weibliche U17-Nationalteam siegte in Kasachstan in drei Spielen drei Mal. Mittendrin war die erst 15-jährige Arbesbacherin Evelin Kurz (2. Reihe, 2. von links). Foto: ÖFB  |  NOEN, ÖFB
Das weibliche U17-Nationalteam hat mit einem perfekten Turnier im fernen Kasachstan den Aufstieg in die zweite Runde der EM-Qualifikation geschafft. In der Elf von Cheftrainer Dominik Thalhammer spielte eine junge Waldviertlerin bei allen drei Erfolgen durch: Die erst 15-jährige Evelin Kurz aus Arbesbach.

„Starke Gegnerinnen waren chancenlos“

Mit dem abschließenden 3:0-Erfolg über Schottland erreichte die ÖFB-Auswahl beim Vier-Nationen-Turnier in Shymkent das Punktemaximum, war auch in den Partien zuvor gegen Kasachstan (2:0) und Lettland (1:0) ohne Gegentor geblieben.

Entsprechend positiv fiel auch die Bilanz von Dominik Thalhammer aus: „Das war eine der besten Leistungen, die ich von einer österreichischen U17-Mannschaft in den letzten Jahren gesehen habe. Die starken Gegnerinnen waren chancenlos. Dass 15- bis 16-jährige Mädchen schon so Fußball spielen und einen Gegner beherrschen können, ist sehr beeindruckend.“

Gutenbrunner Hackl als Co-Trainer dabei

Die erfolgreichen Jung-Kickerinnen werden großteils im Nationalen Zentrum für Frauenfußball in St. Pölten ausgebildet. Dort arbeitet auch Markus Hackl, er stammt aus Gutenbrunn und wohnt in Gmünd, als einer von drei Profi-Trainern (neben Thalhammer und Irene Fuhrmann).

Beim U17-Team war der Waldviertler als Co-Trainer live dabei. „Trotz der langen und schwierigen Anreise (Anm.: 13 Stunden) hat das Team drei sehr gute Spiele gezeigt. Wir waren immer dominant, mit extrem viel Ballbesitz, waren technisch und taktisch überlegen.“

Nur habe man in den ersten beiden Partien die drückende Überlegenheit nicht entsprechend in Tore verwandeln können, fügte Hackl hinzu. „Aber das Match gegen Schottland war das beste Spiel, das ich bisher von einer U17 gesehen habe. Wir waren ruhig im Ballbesitz, haben die Schottinnen mit unserem aggressiven Pressing überhaupt nicht ins Spiel kommen lassen.“ Generell sei es eine perfekte Defensiv-Leistung der jungen Österreicherinnen gewesen.

„Konditionell und technisch verbessert“

Und wie schaut die persönliche Bilanz von Evelin Kurz aus? Die junge Arbesbacherin spielte rechts im Mittelfeld durch, erzielte das 2:0 gegen Kasachstan.

Hackl: „Evelin hat sich im letzten halben Jahr konditionell und technisch stark verbessert. Durch ihre Dynamik und ihren Mut im Zweikampf erzeugt sie immer wieder Gefahr im Strafraum. Entwicklungspotenzial? „Beim Zug zum Tor und im technischen Bereich, vor allem bei der Ballannahme.“