Erstellt am 19. Oktober 2016, 05:12

von Michael Salzer

Tiefenböck ist Meister. Andreas Tiefenböck hat den wohl größten Erfolg in der Radsport-Geschichte des Waldviertels eingefahren: Gesamtsieger im ÖRV-Amateurranking 2016!

Andreas Tiefenböck freut sich über seine erfolgreichste Saison.  |  privat

„Ein Traum ist in Erfüllung gegangen!“, jubelte Andreas Tiefenböck. Der für das Racing Team Paintball-Fritz fahrende Sallingberger ist laut ÖRV-Rangliste der beste Amateur-Radsportler Österreichs. „Die Saison war immer spannend, mit vielen Höhen und Tiefen. Umso geiler ist es dann, wenn man am Schluss tatsächlich die Gesamtwertung gewinnt“, sagte er zum zweifelsfrei größten Erfolg seiner Karriere.

Tiefenböck sammelte 497 Punkte, landete klar vor Thomas Osbelt (486) und seinem Teamkollegen Christian Oberngruber (480) auf Rang eins. War damit vor der Saison zu rechnen oder ist er selbst überrascht von diesem Erfolg? „Natürlich spekuliert mit so einem Coup, allerdings war es kein ausgegebenes Saisonziel.“

„Der Sprung zu den Profis ist nicht mehr so groß, wäre schon eine Überlegung wert.“ 

Andreas Tiefenböck

Bei den wichtigen Frühjahrs- Klassikern lief es zunächst gar nicht wie gewünscht. Dann habe man im Training auf längere Belastungs-Intervalle umgestellt, sei pünktlich zur Österreichischen Meisterschaft im Mai in Hochform gekommen: Andreas Tiefenböck landete auf Rang sechs, also im absoluten Spitzenfeld.

„Danach haben den Fokus auf das Internationale Etappen-Rennen in Hartberg – eine neuntägige Veranstaltung mit den Topstars der Amateurszene – gelegt“, schildert Andreas Tiefenböck. Dort konnte er seine Sprint-Qualitäten voll ausspielen, gewann gleich den 1,6km langen Prolog und landete bei den folgenden Entscheidungen noch dreimal am Podest. Doch es gab im Saisonverlauf auch gröbere Enttäuschungen: „Leider hat es beim Heimrennen, dem Zwettler Radmarathon, wieder nicht zum Sieg gereicht.“

Seinen gesamten Aufwand beziffert der Sallingberger mit etwa 650 Trainingsstunden – also Schnitt 12,5 Stunden pro Woche – und 16.000 abgespulten Kilometern im Jahr. „Die härteste Zeit im Leben eines Radsportlers ist der Winter, weil hier einfach die Basis gelegt wird. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort: Im Winter werden Sieger gemacht!“

Doch welche Ziele kann er, nach diesem grandiosen Erfolg, in der nächsten Rad-Saison noch anstreben? Tiefenböck: „Was mir noch fehlt, ist wahrscheinlich die größte Auszeichnung im Radsport: der Österreichische Meistertitel der Amateure! Und der Sprung zu den Profis ist nicht mehr so groß, wäre schon eine Überlegung wert.“