Erstellt am 16. Dezember 2015, 05:53

von Michael Salzer

Resch: „Reden von ungelegten Eiern“. Ob der neue kroatische Stürmer spielen bzw. bezahlt werden darf, ist noch immer ungewiss: Arbeitsbewilligung fehlt.

So schauen die neuen Gesichter beim SC Zwettl aus: Tolga Yigit (rechts unten), Armin Paradeisz, Matej Mitrovic, Gerald Klamert und Markus Petrovic (im Uhrzeigersinn).  |  NOEN, Michael Salzer

Ist es nur noch eine Formalität oder ein zu hohes Hindernis? Während SCZ-Sektionsleiter Harald Resch im Zusammenhang mit der Verpflichtung eines jungen kroatischen Stürmers noch von „ungelegten Eiern“ sprach, ist der Transfer laut Trainer Ljubo Petrovic „fast fix“. Nachdem er sich schon bei drei Trainingseinheiten im Herbst als echte Verstärkung präsentiert habe, sei jetzt nur noch eine Hürde zu überwinden: die Beschäftigungsbewilligung.

„So leicht ist die aber nicht zu kriegen“, erwidert Resch. „Kroatien gehört schon zur EU, aber es gibt noch eine sogenannte Einschleifregelung. Das heißt: Ist eine gewisse Quote erfüllt, gibt es vorläufig keinen Zugang zum Arbeitsmarkt.“ Im konkreten Fall würde dies bedeuten: Der 20-jährige Kroate, der von einer kleinen Agentur vermittelt wurde, dürfte keine unselbstständige Beschäftigung in Österreich ausüben, also auch keine finanzielle Entschädigung bekommen. Resch: „Ich nehme an, dass er umsonst für uns spielen wird. Daher muss die Sache zuerst geklärt werden, erst dann können wir weiter reden.“

Coach Ljubo Petrovic hört sich jedenfalls optimistischer an und ließ sich bereits einige positive Eigenschaften des neuen Stürmers entlocken: „Er ist beidbeinig und körperlich sehr stark, etwa 185 Zentimeter groß und kaltschnäuzig vor dem Tor.“

Neben den Transfer-Aktivitäten werde in der aktuellen Winterpause auch an den internen Strukturen beim SC Zwettl gefeilt, fügte Harald Resch hinzu. „Unsere Zweier-Mannschaft soll näher an das Landesliga-Team ran rücken, mit einem ähnlichen System spielen, immer öfter mit- oder nebeneinander trainieren. Damit wollen wir die jungen Spieler, unabhängig von den Ergebnissen in der 2. Klasse Waldviertel Süd, noch mehr fordern und besser fördern. Das wird eine Riesenherausforderung, besonders für Trainer Ljubo Petrovic.“