Erstellt am 21. Oktober 2015, 03:17

von Christopher Eckl

Rudig: „Daraus können wir lernen“. Zwettl lag in Böheimkirchen bereits 2:0 vorne, fuhr aber nur mit einem Punkt heim.

Knapp dran waren die Mädels von der Sportunion Zwettl (vorne: Karin Siegl) bei den Neueinsteigerinnen in Böheimkirchen. Nach verspielter 2:0-Führung lagen die Waldviertlerinnen im fünften Satz mit fünf Punkten voran, verloren dann aber hauchdünn mit 14:16. Foto: Michael Salzer  |  NOEN, Michael Salzer

BÖHEIMKIRCHEN - ZWETTL 3:2. Beim zweiten Match der Saison stand erstmals Zwettls etatmäßiger Coach Tobias Rudig an der Seitenline. Er sah eine nervenaufreibende Partie mit dem schlechteren Ende für seine Mädls.

„Aus diesem Spiel können wir lernen“, meinte Rudig nach dem Match, das satte 160 Minuten an Anschauungsunterricht lieferte. „Es zeigt, dass wir mental noch stärker werden müssen, um im Match die entscheidenden Punkte zu machen. Und um das zu zeigen, was wir wirklich können.“

Anfangs waren die Zwettlerinnen im Kopf bärenstark. Die Gäste fanden toll ins Spiel, punkteten mit stabiler Annahme und tollen Angriffen. Satz eins ging verdient mit 25:22 an die SPU-Mädls. Im zweiten Durchgang wurde es dann erstmals richtig knapp.

Bis über die 25-Punkte-Marke hinaus entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen Die eingewechselte Zuspielerin Verena Gundacker entschied das Paarlaufen mit einer tollen Serviceserie zugunsten der Gäste – 30:28.

Im dritten Satz fehlte Zwettl die Konstanz

Nach diesem Erfolgserlebnis riss bei den Zwettlerinnen der Faden. In Abschnitt drei scheiterte man öfters am starken Block der Gastgeberinnen, zudem passierten einige Servicefehler. Diese Mischung führte zu einem 20:25.

Im Folgedurchgang spielten die Auswärtigen wieder konstanter auf, legten von Beginn an punktemäßig vor. Am Ende ließen sich die Rudig-Schützlinge aber von einigen diskutablen Schiedsrichterentscheidungen verunsichern. Böheimkichen blieb cooler und schnappte sich den Satzausgleich.

Der Entscheidungsdurchgang wurde zum Spiegelbild der gesamten Partie. Die Zwettlerinnen startet mit einem Volleyball-Feuerwerk, sicherte sich früh einen Fünf-Punkte-Vorsprung. Die Heimischen ließen sich dadurch aber nicht verunsichern, starteten eine Aufholjagd und verbuchten Satz und Match knapp für sich.