Erstellt am 16. September 2015, 05:27

von Michael Salzer

Ausgleich in Minute 90 verhindert Pleite. Die Langenrohrer beherrschten den Edelhofer Rasen, doch Thomas Müllner stellte am Schluss auf 1:1.

Glücklich, oder doch verdient? Die Zwettler (unten: Armin Paradeisz) fühlten sich vor allem bei zwei aberkannten Treffern vom Schiedsgericht benachteiligt, betrachteten das 1:1 in Minute 90 als ausgleichende Gerechtigkeit.  |  NOEN, Michael Salzer

ZWETTL - LANGENROHR 1:1. Wer die drei Zähler dringender brauchen kann, war vom Anpfiff weg deutlich erkennbar: Der SV Langenrohr setzte – dem Tabellenstand zum Trotz – die trägen Zwettler vom Anpfiff weg massiv unter Druck, erspielte auch drei Top-Chancen. Alle drei vergab Marco Friedrich, ein Schuss des SVL- Stürmers landete am Pfosten (26.). Schließlich gelang den Gästen doch das verdiente Führungstor: Ein Friedrich-Schuss wurde gleich zweimal abgefälscht, flog im hohen Bogen über den machtlosen SCZ-Goalie Martin Schlögl – 0:1 (40.). Auf der anderen Seite strich ein Flugkopfball von Thomas Müllner knapp am langen Eck (44.).

Zur Pause löste SCZ-Coach Ljubo Petrovic die Mittelfeld-Raute wieder auf, kehrte zurück zum bewährten Fünf-Mann-System. „Damit waren wir wieder kompakter, haben den Langenrohrern die Laufwege an den Flanken zugestellt“, erklärte Sektionsleiter Harald Resch bei seiner Analyse.

Immer wieder Müllner: Drittes Tor in Serie

Nach einer Stunde köpfelte Florian Metz nach Eckball ein, doch Schiedsrichter Duro Orsolic sah einen Regelverstoß (61.). Auf der anderen Seite verhinderte Schlussmann Martin Schlögl mit seinen Paraden mehrmals einen höheren Rückstand. Als die Heimpleite schon besiegelt schien, landete das Spielgerät, nach abgewehrtem Havelka-Schuss, vor den Füßen von Thomas Müllner. Und dieser produzierte schon sein drittes Tor für den SC Zwettl in Serie – 1:1 (90.).

„Wir haben ja nicht unbedingt geglänzt. Ich möchte aber schon in Erinnerung rufen, dass uns zwei reguläre Kopfball-Tore aberkannt worden sind“, merkte Harald Resch an. „Beim ersten war Armin Paradeisz nicht im Abseits, beim zweiten von Florian Metz überhaupt nichts erkennbar. Hätten diese Tore gezählt, wäre das Match ganz anders verlaufen.“