Erstellt am 13. April 2016, 05:24

von Christopher Eckl

Schwach begonnen, dann Stärke gezeigt. Die Union Waldviertel schlug sich in Satz eins unter Wert, beendete das NÖ-Derby aber als strahlender Sieger.

Beinharter Derby-Fight. Thomas Tröthann (li.) war mit 19 Punkten der Topscorer des VCA Amstetten im NÖ-Derby. Übertroffen wurde er noch von Toni Menner (re.), der wesentlichen Anteil am 3:1-Sieg der Union Waldviertel hatte. Auf die Zähne biss URW-Mittelblocker Petr Calabek (Mitte). Er legte einen Kaltstart hin, lief mit Knieschmerzen und ohne eine einzige Trainingseinheit in der Vorwoche auf.  |  NOEN, Atteneder Franz

WALDVIERTEL - AMSTETTEN 3:1. Mit zwei Fragen kamen die Volleyball-Fans in die Zwettler Stadthalle: Wird URW-Coach Zdenek Smejkal nach seinem vorwöchigen Krankenhausaufenthalt an der Seitenlinie dirigieren? Und wird Petr Calabek, trotz schwerer Knieschmerzen, am Mittelblock stehen? Beide Fragen konnten mit einem lauten Ja beantwortet werden!

In Durchgang eins sah man dann die Fragezeichen eher auf der Stirn der URW-Spieler. Nach wenigen Minuten waren die Waldviertler mit 2:9 hinten. „Wir haben den Start verschlafen, hatten mit der Annahme zu kämpfen. Vor allem das Flatterservice von Ingmar Zipper war unangenehm“, erklärte Co-Trainer Calabek.

Nach einer kurzen Stabilisierungsphase glichen die Heimischen aus (14:14). Gleich darauf zog aber wieder der VCA davon und schnappte sich den ersten Abschnitt (20:25).

Satz zwei war knapp  und vorentscheidend

Im engen und umkämpften zweiten Durchgang behielt die Smejkal-Truppe denkbar knapp mit 25:23 die Oberhand. Das war der große Phasenwender im NÖ-Derby. Die Amstettner haderten zu Beginn von Set drei mit zwei knappen Entscheidungen des Schiedsgerichts und verwerteten in der Folge nur 29% ihrer Angriffe.

Schlussendlich hieß es 25:16 für die URW – eine Machtdemonstration. Durchaus auf Augenhöhe waren beide Teams im Folgesatz. Nach der zweiten technischen Auszeit zeigten die Waldviertler aber ihre Klasse. Den Matchball zum 25:20 knallte Topscorer Toni Menner (Angriffsquote: 64 %) ins Spielfeld der Mostviertler.

Der Steirer war für VCA-Coach Martin Kop der beste Mann am Court: „Seine starke Leistung hat heute das Spiel entschieden. In einem so wichtigen Match so so gut zu spielen – das ist Qualität.“ Der vom gegnerischen Trainer hochgelobte hob seinerseits die tolle Teamleistung hervor.

Und meinte bei seiner Match-Analyse: „Am Anfang haben wir die Annahme nicht halten können. In den Sätzen zwei bis vier haben wir das perfekt in den Griff bekommen, konnten unser schnelles Spiel wieder durchziehen.“