Erstellt am 23. März 2016, 05:44

von Michael Salzer

Smejkal: „Konzept sehr gut umgesetzt“. Im entscheidenden Match um den Aufstieg ins Halbfinale zeigte die Union Waldviertel eine makellose Leistung.

Für die Union Waldviertel gab es am Samstag viele Gründe zum Feiern: Klarer Heimsieg gegen die zähen Oberösterreicher, Einzug ins Halbfinale, Qualifikation für einen internationalen Bewerb. Im Bild: Co-Trainer Peter Hiemetzberger, Obfrau Silvia Atteneder, Kapitän Michal Peciakowski, Trainer Zdenek Smejkal, Rudinei Boff und Nik Maurer (von links).  |  NOEN, Foto: URW/Franz Atteneder

WALDVIERTEL - SUPERVOLLEY OÖ 3:0. In einer unglaublichen, fast zweieinhalb Stunden andauernden Nervenschlacht setzten sich die Oberösterreicher am Mittwochabend mit 17:15 im fünften Satz durch, erzwangen somit ein drittes und alles entscheidendes Match in der Viertelfinal-Serie. Wie konnte diese überraschende Pleite in Enns passieren? Den Hauptgrund dafür ortete URW-Coach Zdenek Smejkal im mentalen Bereich: „Wir haben mit vollen Hosen, mit Angst gespielt. Die Ennser hatten nichts zu verlieren, hatten ihren Spaß mit uns.“

Dieses folgte gleich drei Tage später, am Samstagabend in der Stadthalle Zwettl, und wurde zum Lehrspiel der Gastgeber. Vor allem die Leistung von Petr Calabek war nahezu perfekt: Trotz seiner Probleme und Schmerzen im rechten Knie machte der tschechische Routinier sechs von 13 Blockpunkten der Union Waldviertel, verwertete acht von zehn Angriffsbällen – macht in Summe 14 Zähler. Übertroffen wurde er nur von Topscorer Rudinei Boff, der ebenfalls stark blockierte (4 P.), 12 von 24 Angriffen in Zählbares verwandelte, insgesamt 17 Mal anschrieb.
 



Die Gäste wirkten diesmal nicht mehr so locker-lustig wie in den vorigen Duellen, zeigten aber erneut ihren unbändigen Kampfgeist. Dies nützte vor allem in den ersten beiden Sätzen nicht viel, die Gastgeber feierten sichere Erfolge – 25:18 und 25:21. Im dritten Durchgang gingen die Waldviertler gar mit 6:0 in Führung, dann mit 8:2 und 16:11 in die Auszeiten.

Doch genau dann, wenn sie nicht mehr so druckvoll servierten, holten die Oberösterreicher Punkt für Punkt auf – letztlich sollte es aber doch zum knappen 25:23-Erfolg reichen.
Somit konnte Trainer Zdenek Smejkal zufrieden Bilanz ziehen: „Diesmal hat die Mannschaft unser Konzept sehr gut umgesetzt, dem Gegner keine Schwachpunkte angeboten.“
m Die Union Waldviertel startet schon am Dienstag in der Innsbrucker USI-Halle in die Halbfinal-Serie. Das zweite Match folgt am Freitag (19 Uhr) in der Stadthalle Zwettl.