Erstellt am 11. November 2015, 05:02

von Michael Salzer und Christopher Eckl

Spannend, aber ohne Punktverlust. Gegen Bisamberg war nur Satz eins knapp. Beim Derby in Amstetten gelang ein spektakulärer Auswärtssieg.

Mann für alle Fälle. Rudinei Boff (re.) legte mit einer tollen Serviceserie in Set zwei den Grundstein für den Sieg gegen Bisamberg. Zwei Tage später in Amstetten verwertete der Brasilianer gute 52 Prozent seiner Angriffe, darunter den Matchball.  |  NOEN, Michael Salzer

WALDVIERTEL - BISAMBERG 3:0.

Der vierte Erfolg der Union Raiffeisen Waldviertel im vierten Match der neuen Saison war nicht so souverän, wie es der Endstand vermuten lässt. Denn ausgerechnet die Aufsteiger aus Bisamberg sorgten für den bis dahin knappsten Satzgewinn der Union Raiffeisen Waldviertel in der laufenden Saison – 26:24 im ersten Durchgang. „Die haben sehr gut verteidigt und effizient angegriffen. Wir haben viele unnötige Fehler gemacht, leichte Bälle nicht verwertet“, erklärte Rudinei Boff, brasilianischer Leistungsträger und Führungsspieler im verjüngten URW-Team.

Im zweiten Set war es dann Boff, der mit einer spektakulären Serviceserie von 6:6 auf 15:6 stellte, somit den größten Beitrag zum sicheren 25:10-Kantersieg lieferte. Deutlich knapper wurde es wieder im dritten Abschnitt. Doch bei den Big Points sprangen die Waldviertler schon um das entscheidende Etwas höher als die Gäste, setzten sich mit 25:21 durch.

AMSTETTEN - WALDVIERTEL 1:3.

Die sportliche Einweihung der umgebauten Johann-Pölz-Halle verlief trotz des ersten Satzverlustes der Saison nach dem Geschmack der Gäste. Vor den laufenden ORF-Kameras lief in den ersten beiden Abschnitten ein ähnlicher Film ab. Der Waldviertel-Express startete jeweils rund um die zweite technische Auszeit so richtig durch. Während der VCA das Rennen in Durchgang eins dank druckvollem Service noch einmal eng machte und vier Satzbälle abwehrte, fuhr die Causevic-Truppe Set zwei ohne Zittern ein.

Danach änderten die Hausherren ihre Taktik: Anstatt die Aufschläge auf Libero Nik Maurer zu platzieren, wurde Dan Kellum ins Visier genommen. Der nicht vollfitte US-Amerikaner schaffte nur 29 Prozent positive Annahmen. Dennoch lagen die Gäste erst mit vier Zählern vorne, ehe gegen Satzende die Mostviertler Oberwasser bekamen und mit fünf Punkten in Folge auf 2:1 in Sätzen stellte. „Wir haben zwei bis drei Fehler mehr gemacht als davor. Amstetten war um das Ätzerl besser“, meinte URW-Manager Werner Hahn.

Um das gewisse Etwas besser waren die Auswärtigen wieder am Ende des hochspannenden vierten Abschnitts. Der längste und spektakulärste Ballwechsel der Partie brachte die Vorentscheidung: Die Waldviertler schafften den Ausgleich zum 24:24. Und Rudi Boff setzte den Schlusspunkt mit einem eleganten Schupferl – 26:24. „Am Schluss hatten wir auch ein bisschen Glück“, gab Werner Hahn zu.